Klimademo in Dorsten – Über 200 Menschen demonstrieren für den Klimaschutz. Mit großer Erwartung wird auf die Bundestagswahl am Sonntag geblickt.

Unter #Allefürsklima forderten die Friday-for-Future Gruppen am Freitag, 24.09., zum globalen Klimastreik auf.

Über 620.000 Teilnehmer gingen deutschlandweit auf die Straßen. 80.000 in Hamburg, 29.000 in München, rund 100.000 in Berlin. Und auch  in Dorsten folgen über 200 Menschen dem Aufruf kurz vor der Bundestagswahl.,, Für Dorsten sind das viele“, weiß Susanne Fraund (Die Grünen).

Klima-Demo-Dorsten
Leonard (7 Jahre) engagiert sich für den Klimaschutz (l.) ebenso wie Annemarie Konert mit Mama Anna-Lena Konert und alle weiteren Mitstreiter_innen an diesem Samstag.

Vom Startpunkt Goldener Anker aus laufen die Demonstranten über den Ostwall entlang in die Innenstand zum Marktplatz und weiter zum Platz der deutschen Einheit. Der Verkehr muss an vielen Stellen anhalten und heute ein mal Platz für den Klimaschutz machen.

Obwohl die Erwachsenen in der Mehrzahl sind, sind es vor allem die Kinder, die mit unbändiger Energie und Engagement die Demo gestalten.

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v.l. Dr. Robert Lau und Axel Kilian

Müll vermeiden und laufen

Erzieherin Cornelia Neese ist mit ihren Kollegen*innen und Kindern der KiTa Pipi Langstrumpf dabei. Die Kinder haben in einem Müllprojekt gelernt, wie wichtig es ist Müll zu vermeiden und laufen, bzw. fahren im Turtle, mit. Scheinbar unermüdlich rufen die Kinder immer wieder „Weniger Müll, weniger Müll!“.

Leonard, 7 Jahre, ist mit seinem Papa mit dem Fahrrad angereist – satte zehn Kilometer. Mutig tritt er an das Mikrofon und teilt seine Ängste laut mit. Er mache sich Sorgen, was aus der Umwelt und den Tieren werde, wenn wir weiter so viel Autofahren. Auch das Abholzen der Wälder macht den Kindern Sorgen. Nicht nur, weil den Tieren ihr Paradies genommen werde.

Klima-Wahl-2021-Demo-Dorsten

Keine Plastikflaschen

Die Kinder erinnern daran, dass auch wir die Bäume zum atmen brauchen. Der Regenwald im Amazonas gilt als die Lunge der Welt.  Gleichzeit macht Leonard deutlich wie einfach Klimaschutz auch seien kann: ,,Bitte nehmt keine Plastikflaschen, sondern den Thermobecher“, fordert er die Dorstener auf.

Axel Kilian, einer der Organisatoren von Fridays-for-Future Dorsten, zeigt sich im Vorfeld der Demo schockiert darüber, wie entspannt mit dem Klimawandel umgegangen werde. Der Klimawandel sei eine reale Gefahr, die sich händeln lasse. Warum wird nichts gemacht? Die Frage erklingt immer wieder unter den Demonstranten.

Dorstener-demonstrieren-für-Klima

,,Wenn heutige Generationen auf ein bisschen Luxus verzichten könnten“, so Marius Wank, ,,könnten wir für die Zukunft der nachfolgenden Generationen Einiges bewirken“. Es ginge auch gar nicht darum das Klima zu schützen, betont Hannah. Dem Klima sei es egal. Es ginge viel mehr darum, uns zu schützen!

Hedwig Tovar engagiert sich bereits seit den 70ern. Unter dem Strich sei bisher noch zu wenig passiert. Dennoch ist sie sich sicher, dass wir dazu in der Lage sind Lösungen zu entwickeln: ,,Wir können hier weiter kommen. Wir können das. Wir können Innovationen schaffen.“ 

Mit großer Erwartung wird auf die Bundestagswahl am Sonntag geblickt. Die große Angst unter den Beteiligten ist, das einfach alles so weiter laufen werde, wie bisher.

Text/Fotos/Video: Sabrina Czupiol

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