Mit dem offiziellen Start der großen Renovierungsarbeiten im Atlantis Dorsten hat am Montag eine neue Phase für das beliebte Freizeit- und Erlebnisbad begonnen. Wo noch am Sonntag fröhliches Stimmengewirr, Wasserspaß und volle Becken herrschten, bestimmen seit den frühen Morgenstunden Kettensägen, Holzstaub und geschäftige Baustellenatmosphäre den Alltag. Im Mittelpunkt dieses ersten Umbautages steht ein besonders symbolischer Moment: der Abriss des legendären Ostseekutters „Ole Wismar“.
Der originale Kutter kam 2001 mit einem Kran in das noch im Bau befindliche Atlantis. Nach seinem Einsatz auf der Ostsee war die „Ole Wismar“ rund 25 Jahre das maritime Herzstück des großen Erlebnisbeckens. Viele Besucher verbinden mit ihm ihre ersten Schwimmversuche, Urlaube im Alltag und unzählige Erinnerungen. Nun muss das Schiff weichen, um Platz für eine neue Attraktion zu schaffen, deren Details noch streng unter Verschluss gehalten werden.

„Gestern Abend um 22 Uhr haben wir den Stöpsel gezogen“
Geschäftsführer Frank Schellhaus beschreibt den Auftakt der Arbeiten so: „Gestern Abend um 22 Uhr haben wir den Stöpsel gezogen und das Wasser abgelassen. Damit haben wir offiziell mit unserer Umbauphase begonnen. Auch größere Objekte müssen dafür weichen, dazu gehört leider auch der Ostseekutter Ole Wismar.“

Kettensägen, Säbelsägen und Muskelkraft
Bereits am ersten Tag wurde das Oberdeck vollständig entfernt, wenig später folgten große Teile des Rumpfes. Zwei Tage sind eingeplant, um die „Ole Wismar“ zu zerlegen.

Techniker Niels Zumbülte koordiniert den Abbau vor Ort und erläutert die Vorgehensweise:
„Zwei bis drei Leute arbeiten direkt auf dem Schiff. Weitere Helfer nehmen dann die abgebauten Teile entgegen und bringen sie zur Entsorgung. Für Holz nutzen wir Kettensägen, für Metall und nageldurchsetztes Material die Säbelsäge. Die kommt durch alles durch.“ Wo die Maschine nicht weiter kommt, sorgen Brecheisen und Muskelkraft dann für Ergebnisse.

Abschied mit Wehmut und Vernunft
Besondere Sorgfalt ist bei der Entsorgung gefragt. Teile des Holzes sind mit speziellem Bootslack belastet und müssen daher getrennt gesammelt werden. Der gesamte Kutter wird dann nach Werkstoffen sortiert und fachgerecht entsorgt.
Eine Restaurierung sei keine realistische Option gewesen, sagt Zumbülte: „Ich kann verstehen, dass viele die schöne Ole gerne behalten hätten. Aber der Kutter ist in die Jahre gekommen und inzwischen stark morsch.“ Selbst als Dekoration hätte er aufwendig restauriert werden müssen, und die langfristige Erhaltung wäre kaum möglich gewesen.

1,5 Millionen Euro für die Zukunft des Atlantis Dorsten
Der Abschied fällt vielen schwer, doch er markiert zugleich den Beginn einer umfassenden Erneuerung. Ab diesem 12. Januar 2026 bleibt das Spaßbad für mehrere Wochen geschlossen. Rund 1,5 Millionen Euro investiert das Atlantis in Technik und Gestaltung, darunter eine neue Lüftungsanlage sowie zahlreiche Modernisierungen. Der Leitgedanke lautet dabei: „Wir bauen um für Euch.“

Sauna, Gastronomie und Fitness bleiben geöffnet
Wichtig für die Gäste: Der Saunabereich sowie die Gastronomie bleiben während der gesamten Bauphase weiterhin geöffnet. Das betont Geschäftsführer Frank Schellhaus ausdrücklich. Auch der Fitnessbereich kann wie gewohnt genutzt werden.
Ab dem 9. Februar 2026 startet die schrittweise Wiedereröffnung mit dem Schwimmerbecken und dem Solebecken. Auch Kurse, Rehasport und Schulschwimmen werden dann nach und nach wieder aufgenommen.

Was kommt nach „Ole Wismar“? Große Spannung auf die neue Attraktion
Sowohl Frank Schellhaus als auch Niels Zumbülte machen deutlich: Die Gäste dürfen sehr gespannt sein auf das, was kommt. Welche neue Attraktion künftig den Platz von „Ole Wismar“ einnehmen wird, bleibt vorerst geheim. Sicher ist nur: Für das Atlantis Dorsten beginnt heute eine neue und spannende Ära.




























