Großer Zapfenstreich zu Ehren des Bergbaus an der Zeche Fürst Leopold
Der offizielle Abschied vom Bergbau berührte hunderte von Menschen, die am Donnerstagabend diesen großen Moment beiwohnten.

Es war für alle Anwesenden ein bewegender Moment, als zum Abschluss der große Zapfenstreich zum Ende der Steinkohle am Donnerstagabend an der Zeche Fürst-Leopold in Hervest-Dorsten gespielt wurde.

Gestartet ist das einmalige Ereignis mit einer ökumenischen Andacht in der Lohnhalle unter Mitwirkung der evangelischen und katholischen Kirche Hervest. Hier war bereits die Rührung des Ereignisses der vielen Anwesenden im Gesicht geschrieben.

Weiter ging es im Programm vor der Maschinenhalle. Pünktlich um 20 Uhr marschierte die Feuerwehr mit ihren Fackeln ein, begleitet vom Spielmannszug Holsterhausen-Dorf und der Schützenkapelle Rhade.

Bürgermeister Tobias Stockhoff, seine Stellvertreterin Christel Briefs und Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst sowie Amtskollegen aus den umliegenden Gemeinden ließen sich diesen Moment des Abschieds nicht nehmen.

Begrüßen konnte Stockhoff die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Dornebeck, den Raesfelder Bürgermeister Andreas Grotendorst, Bodo Klimpel aus Haltern, Hans-Jürgen Benson aus Heiden, dessen Vater auf der Zeche gearbeitet hat, den Bezirksbürgermeister aus Kirchhellen Ludger Schnieder sowie die Regierungspräsidentin aus Münster Dorothee Feller und den Bergwerksdirektor der RAG Dr. Heinz-Werner Voß.

Danke liebe Bergleute
„Es zeigt aber diesmal wieder einmal mehr, dass wir eine echte Schnittstelle zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland geworden sind“, so Stockhoff. „Die Dorstener und die Dorstener Stadtgesellschaft sagt Ihnen heute Abend Danke. Wir tun dies gemeinschaftlich mit einem großen Zapfstreich. Sie liebe Bergleute haben großes für unsere Stadt und für unsere Menschen geleistet haben“, sagte einleitend Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Zapfenstreich als Dank
Und weiter sagte Stockhoff: „Die großer Bedeutung eines Zapfenstreiches ist, sich zu bedanken für das geleistete, besonders bei den Menschen, die hier hart auf den drei Bergwerken, und bei all den anderen Bergleuten, die in Dorsten gelebt haben und auf anderen Bergwerken gearbeitet haben. Sie liebe Bergleute haben großes für unsere Stadt und für die Menschen in unserer Stadt geleistet. Unsere Stadt hat sich nicht zuletzt durch den Bergbau von einer kleinen mittelalterlichen Stadt, umgeben von kleinen Dörfern, hin zu der Stadt entwickelt, die heute rund 76000 Menschen beherbergt. Rund 100 Jahre hat der Bergbaubau, haben Sie, das gesellschaftliche Leben, aber auch den Arbeitsmarkt maßgeblich mitgeprägt“.

„Wir sagen Ihnen danke, Kumpel“
Gemeint damit war: Die Schützenkapelle Rhade, Spielmannszug Holsterhausen, Freiwillige Feuerwehr Dorsten, THW Ortsverband Gladbeck-Dorsten, drei IGBCE Ortsgruppen aus Dorsten, RAG und der Verein für Bergbau und Sozialgeschichte, die evangelische Kirche Hervest-Wulfen katholische Kirchengemeinde St. Paulus, die Schützen aus Hervest Dorsten, die Ehrengarde das Creativ-Quartier RAG und RG Stiftung, die Arbeitsgemeinschaft der Schützenvereine, die Firma Nightaffairs und die Stadt Dorsten.

„Abschied tut weh. Abschied ist aber auch immer wieder ein Anfang“, ergänzte Stockhoff seine Rede und endete mit dem Zitat von Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“.

Petra Bosse/Foto Jürgen Alfes




























