„Begegnung mit Osteuropa“ kreativ in Szene gesetzt

„Begegnung mit Osteuropa“ lautete der Titel eines internationalen Schülerwettbewerbs der jährlich vom Land NRW durchgeführt wird, und der Schüler und Schülerinnen einlädt, ihr Wissen im Bereich Kunst, Musik, Geschichte, Wirtschaft, Politik und Geografie zu erweitern und somit ein freundschaftliches Miteinander im Zentrum Europas zu erreichen.

Rund 1400 Exponate aus Schulen in NRW, Ost- und Mitteleuropa wurden zu den unterschiedlichen Themen eingereicht, besichtigt und geprüft. Eines davon war TSCHECHOPOLY, ein Brettspiel, das drei Schülerinnen des Gymnasiums ST. Ursula vorgestellt hatten und mit dem sie sensationell den ersten Platz im Wettbewerb belegten.

Louisa Esser, Tisa Tüshaus und Luisa Kroos besuchen gemeinsam den SoWi  Zusatzkurs , der von Maike Preckel geleitet wird. „Im Zusatzkurs hat man die Möglichkeit, sich auch außerhalb des Lehrplans mit diversen Themen zu befassen“, berichtet sie. „Deshalb haben wir schon öfter teilgenommen. Platzierungen hatten wir bereits vorher, aber einen ersten Platz konnten wir noch nie erreichen“.

Im Spiel TSCHECHOPOLY bereist man Tschechien, man kann Städte kaufen, erhält Stadtkarten mit wichtigen Informationen, es gibt Ereignis- und Fragekarten und eine entsprechende zugehörige Landkarte, die sehr detailgetreu gefertigt wurde. Louisa Esser hat nicht nur Gebirge dreidimensional  dargestellt, auch große Städte, Flüsse und die Reiseroute wurden maßstabsgetreu eingezeichnet. Bilder der einzelnen Städte rundeten die Karte am Ende ab.

Ursulinen
Spiel TSCHECHOPOLY

„Dass so viel Arbeit in diesem Projekt steckt, haben wir vorher nicht geglaubt“, das bestätigen die drei Schülerinnen einstimmig. „Aber als wir anfingen, merkten wir schnell, dass sich immer wieder ein neues Aufgabenfeld eröffnete. Es hat sich irgendwie lawinenmäßig entwickelt“

Eine Aufgabe, die die drei Mädchen mit viel Hang zum Perfektionismus bewältigten: Das Internet wurde durchforstet, Reiseführer gelesen, Partnerschulen angeschrieben und Anfragen an Firmen wurden gestellt. Diese Fülle an Informationen zu sortieren, zu bündeln und interessant zu verpacken hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen.

Je eine Doppelstunde pro Woche zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien in der Schule nahm ihre Recherche in Anspruch. „Aber wir haben sofort gemerkt, dass das nicht reicht“, sagte Tisa Tüshaus ,“ also habe wir die Aufgabe aufgeteilt und zuhause weiter gemacht“. Die ganzen Weihnachtsferien nahm das Projekt in Anspruch und auch anschließend wurde täglich weiter am Spiel gearbeitet.

Und diese Mühe hat sich gelohnt: Gemeinsam mit ihrer Kursleiterin Maike Preckel sind die drei Schülerinnen zu einer Feiersunde in die Landeshauptstadt eingeladen, um ihre Ehrungen und ihren Preis von 300,- Euro in Empfang zu nehmen.

Und nicht nur das: „Selbstverständlich habe ich diese Arbeit mit eins plus benotet“ schmunzelt Maike Preckel, „alles andere wäre nicht gerecht gewesen“

Text und Foto: Melanie Brömmelhaus

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here