Unverhofft kommt oft – so auch beim Vogelschießen 2023 in Rhade am Montag!
Die königliche Parade auf dem Festplatz hatte gestern noch das Wetter im Griff, doch heute musste der Schützenverein von Rhade einen kühnen Entschluss fassen: Das Schießen wurde vom malerischen Forstpark ins schützende Festzelt verlegt. Offenbar hatte der Regen gestern das Gelände im Wald in einen mächtigen Matsch verwandelt, der keinem Schützen zumutbar war.

Schützenvorstand hat entschieden
Die Entscheidung des Schützenvorstands für das Festzelt war definitiv besser als im Schlamm zu versinken und den ganzen Tag als Moor-Mensch herumzulaufen. Doch das Schicksal meinte es trotzdem nicht ganz gut mit den Schützen.
Im Festzelt wird – wenn es nötig war – normalerweise aus dem Zeltdach geschossen, aber die Windböen wollten sich wohl auch die königliche Show nicht entgehen lassen und drohten, das Ganze ins Chaos zu stürzen. Kurzerhand wurde ein kleines, improvisiertes Vorzelt zum Schießplatz erklärt – knapp und unübersichtlich, besonders für die zahlreichen Zuschauer, die mitfieberten.

Wolkenbruch auf die Zeltlandschaft
Als ob das nicht schon genug wäre, beschloss sich Petrus auch noch, die göttlichen Schleusen zu öffnen und einen Wolkenbruch auf die Zeltlandschaft niedergehen zu lassen. Die Zuschauer, die es sich noch vor dem Zelt gemütlich gemacht hatten, mussten schnellsten ihren Platz verlassen und ins Zelt abwandern.

Übertragung auf eine Leinwand
Hier konnten sie das spannende Wettschießen verfolgten, das dank moderner Technik auf eine Leinwand übertragen wurde. Während die Zuschauer geschützt vor dem Regen saßen und sich amüsierten, kämpften die tapferen Männer am Gewehr unermüdlich um die Königswürde. Die Schützenkapelle spielte dabei heldenhaft weiter, als ob sie für ein sonniges Strandkonzert gebucht worden wäre.

Aber von all dem bekamen die fokussierten Schützen Uli Frerick, Michael Menting und Johannes Hinsken kaum etwas mit. Sie hatten nur Augen für den Vogel und ihre Konkurrenz. Alle drei Königsanwärter gaben ihr Bestes, um den Vogel von der Stange zu holen.
Am Ende triumphierte Uli Frerick als neuer König und verriet mit einem Augenzwinkern, dass er es sich dieses Jahr förmlich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, den Vogel in einem Flugmanöver von der Stange zu holen.

Bürgermeister Tobias Stockhoff freute sich am Ende für den neuen König und für Rhade: „Uli Frerick ist schon seit langen Jahren aktiv im Schützenverein und man kann ihm das nur gönnen. Und es freut mich auch für Rhade, dass sie einen neuen, würdigen Schützenkönig haben!“
Damit endete nun auch das epische Vogelschießen in Rhade, bei dem selbst das Wetter einen überraschenden Auftritt hatte.





























