StartLokalesKreis RecklinghausenWärmeinseln haben im Notfall oberste Priorität

Wärmeinseln haben im Notfall oberste Priorität

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Symbolbild: Pixabay

Landrat Bodo Klimpel gibt sich überrascht über eine kritische Stellungnahme des Kreissportbunds zu geplanten Wärmeinseln in kreisangehörigen Sportstätten. Diese sollen in einer Ausnahmesituation Wärme spenden.

Der Kreissportbund Recklinghausen hatte kritisiert, dass die Sportvereine nach zwei Jahren Coronaeinschränkungen ein „Recht auf Ausübung ihres Sports“ hätten. Seiner Einschätzung nach gäbe es Alternativen für die Einrichtung von Wärmeinseln. Große Irritation hat also die Stellungnahme des Kreissportbunds bei Landrat Bodo Klimpel hervorgerufen.

Kriterien sprachen für die Sportstätten

Die Kreisverwaltung Recklinghausen hatte bei den Vorbereitungen auf ein Notfallszenario umfassend geprüft, welche Immobilien für Wärmeinseln überhaupt in Frage kommen. Ein ausschlaggebendes Kriterium war, dass Einrichtungen dem Kreis jederzeit und sehr kurzfristig zur Verfügung stehen müssen. So soll rasch und verlässlich geholfen werden. Zudem müssen die Immobilien gasunabhängig betrieben oder durch den Kreis schnellstmöglich umgerüstet werden können.

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Ein warmer Ort für kalte Zeiten

In seinem Antwortschreiben an den Vorstand des Kreissportbunds machte er noch einmal deutlich, warum die Einrichtung von Wärmeinseln besonders wichtig sei: „Das Grundrecht eines jeden Einzelnen auf Gesundheit und Unversehrtheit steht für uns an oberster Stelle“. Sollte es im Winter zu Gasknappheit und Heizungsausfällen kommen, sollen diese Wärmeinseln „ein sicherer Zufluchtsort sein, um der Kälte zu entkommen“, so der Landrat in dem Schreiben. Dass der Kreissportbund die Hallen auch „in einer solchen Ausnahmesituation lieber für den Sport nutzen möchte“, sei für den Landrat unverständlich.

Bodo Klimpel
Landrat Bodo Klimpel. Foto: Archiv

Wenig Alternativen

Ebenfalls verwundert zeigt sich der Landrat über den Hinweis, dass es in den Städten eine Vielzahl von leer stehenden Wohnungen geben soll, die als Wärmeinseln genutzt werden könnten. „Unsere zehn Städte haben im Zuge der ukrainischen Flüchtlingsbewegung immer wieder deutlich darauf hingewiesen, dass die kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft sind und die Lage sehr angespannt ist.“

Unterstützung von kreisangehörigen Städten

Alle Entscheidungen würden stets sorgfältig abgewogen. „Wir haben alles möglich gemacht, damit einem Sportbetrieb trotz der veränderten Anforderungen nachgegangen werden kann. Sollten wir aber – was wir alle nicht hoffen – in die Situation kommen, dass die Menschen aufgrund von Gasknappheit und Heizungsausfällen frieren und sich selbst nicht mehr helfen können, werden wir Entscheidungen treffen müssen. Auch wenn diese Einschränkungen mit sich bringen“, so der Landrat.

Vor diesem Hintergrund hatten sich in der Vergangenheit betroffene Schulen und Sportvereine immer wieder sehr verständnisvoll gezeigt. „Man hat sich organisiert, Alternativen gefunden und ist enger zusammengerückt. Dafür bin ich allen Beteiligten nach wie vor sehr dankbar. Ich verbinde damit den Wunsch, dass auch andere Entscheidungsträger anerkennen“, sagt der Landrat. „Ich hoffe, dass auch bei künftigen Krisensituationen alle ihren Teil dazu beitragen, damit wir die Herausforderungen gemeinsam meistern können.“

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