Seit 2015 lag die Wassertreppe am Gemeinschaftshaus trocken. Nun kehrt das Wasserspiel, das viele Jahre ein beliebter Treffpunkt in Barkenberg war, zurück. Der Förderverein ProGHW und die Stadt Dorsten haben das Projekt gemeinsam umgesetzt und damit ein kleines Stück Identität in den Stadtteil zurückgebracht.
Die Freude ist groß. „Die Menschen in Barkenberg haben die Wassertreppe wirklich vermisst“, sagt Hans Schmidt-Domogalla vom Förderverein. Bürgermeister Tobias Stockhoff hebt den symbolischen Wert hervor: „Die Wassertreppe gehört zu Barkenberg. Sie stiftet Identität im Stadtteil.“
Testlauf der Wassertreppe zeigt Erfolg
Am Dienstag sprudelte das Wasser zum ersten Mal wieder über die Stufen – zunächst mit einer geliehenen Pumpe. Der Test bestätigte: Das Leitungsnetz ist intakt. In den kommenden Tagen wird die Anlage mit der Leihpumpe in den Dauerbetrieb gehen, während parallel eine neue Pumpe bestellt wird. Sie kostet rund 8.000 Euro und soll künftig mit Solarstrom betrieben werden.
Die Finanzierung ist gesichert: Der Förderverein übernimmt künftig alle Betriebskosten. Möglich wurde das durch Spenden aus der Bürgerschaft und zusätzliche Mittel aus einer Stiftung.
Kleines Projekt, große Wirkung
Für viele Barkenbergerinnen und Barkenberger ist die Rückkehr der Wassertreppe mehr als nur die Reparatur eines Brunnens. Mit den Sitzgelegenheiten auf der langen Mauer wird der Ort wieder zum Treffpunkt im Quartier. Gerade in einem Stadtteil, der immer wieder mit Strukturproblemen zu kämpfen hat, setzt das Projekt ein sichtbares Zeichen.
Stillstand nebenan
Während die Wassertreppe wieder Leben in den Platz bringt, bleibt der große Neuanfang am Wulfener Markt vorerst aus. Die geplante Neubebauung der Brache ist auf unbestimmte Zeit gestoppt, wie die Stadt jüngst bekanntgab. (Ein ausführlicher Bericht dazu hier.)
Während also der Brunnen nach Jahren wieder sprudelt, bleibt das zentrale Zukunftsprojekt für den Stadtteil blockiert. Das zeigt, wie unterschiedlich Dynamiken im Quartier sein können: Kleinere Vorhaben, getragen von Ehrenamt und Spendenbereitschaft, lassen sich umsetzen. Doch die großen, strukturell entscheidenden Projekte scheitern weiterhin an Kosten, Komplexität und fehlender Perspektive.




























