Gesundheitsminister der Länder haben die Fünf-Tage-Quarantäne für Kinder beschlossen. Doch die Umsetzung ist in NRW noch nicht erfolgt.

Es war ein großes Thema in den Medien. Kinder, die in Schule oder Kindergarten engen Kontakt mit COVID-19-Infizierten hatten oder neben ihnen gesessen haben, müssen nur noch für fünf Tage in Quarantäne. Danach können sie sich „freitesten“. Soll heißen: Nach einem negativen Test dürfen sie wieder in den Unterricht oder zum Spielen in die KiTa. Die Gesundheitsminister der Länder haben damit am 6. September die bisherige Regelung der Zehn-Tages-Quarantäne gekippt.

Keine Infos aus Düsseldorf

Eigentlich gekippt. Aber an den KiTas und Schulen ist diese Änderung noch nicht angekommen. Auch im Kreis Recklinghausen wartet man noch auf entsprechende Order aus Düsseldorf. Die Änderungen seien „noch nicht auf Landesebene umgesetzt“. Mehr noch: Nach einer Pressemitteilung der Stadt Dorsten gebe es „auch noch keine Informationen, ob die Beschlüsse vom Land NRW übernommen werden“.

Belastung für Schüler*innen und Eltern

Die chaotischen Verhältnisse gehen also vielerorts erstmal weiter. An manchen Schulen sind sogar ganze Schulklassen nach Hause geschickt worden. Trotz negativer Tests müssen Kinder 14 Tage lang in den eigenen vier Wänden bleiben und im Idealfall notdürftig mit Schulaufgaben versorgt werden. Für die Betroffenen also die Rückkehr des Home-schooling, wenn auch zeitlich begrenzt. In jedem Fall aber eine Belastung für Schüler*innen und Eltern.

Lehrer*innen und Gesundheitsämtern sind die Hände gebunden. Sie müssen sich weiter an die bestehenden Vorgaben halten. Ob und wann die neuen Regelungen zur Anwendungen ist weiter unklar. Vielstimmig ist zu hören, dass täglich auf eine entsprechende Email aus Düsseldorf gewartet wird. Bislang vergebens.

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