StartNRWWestfälischer Friede: Blaupause zur Lösung aktueller Konflikte?

Westfälischer Friede: Blaupause zur Lösung aktueller Konflikte?

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Prof. Dr. Peter Schallenberg (Theologische Fakultät Paderborn, Lehrstuhl für Moraltheologie) ©Westfalen e.V.

Ist der Westfälische Friede eine Blaupause zur Lösung aktueller Konflikte? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Interessenvertretung Westfalen e.V.

Der Titel des Treffens lautet: „375 Jahre Westfälischer Friede“ – und bis heute nichts gelernt?!“ Denn eine Diskussion über „Krieg und Frieden“ ist nach Ansicht der Veranstalter aktueller denn je. Der Meinungsaustausch startet am Dienstag, 21. März 2023, um 18.30 Uhr in der Kaiserpfalz Paderborn.

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Zum Hintergrund: Vor genau 375 Jahren wurde im Jahr 1648 in Münster und in Osnabrück der „Westfälische Friede“ geschlossen. Er markiert das Ende des Dreißigjährigen Krieges, der ganze Landstriche entvölkerte. Das Hochstift Paderborn zählte zu den am stärksten betroffenen Regionen in Westfalen. Der „Westfälische Friede“ steht für einen gelungenen internationalen Interessenausgleich. Er gilt als Meilenstein in der Entwicklung hin zu einem internationalen Völkerrecht und war Vorbild für spätere internationale Friedenskonferenzen. Die Fragen von Krieg und Frieden sind wegen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine bedrückend aktuell.

Schneiderhan
Wolfgang Schneiderhan (Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ©Westfalen e.V.

Wie beendete man vor 375 Jahren den Krieg?

Aber wie umgehen mit einer Situation, in der sicherheits- und energiepolitisch nichts mehr bleibt wie es war? Wie stark ist dabei unser ethisches Fundament? Wie beendete man vor 375 Jahren den Krieg? Welche Möglichkeiten gibt es heute? Taugt der Westfälische Friede als Modell zur Befriedung aktueller Kriege? Darf oder muss man einem Aggressor mit Waffengewalt entgegentreten? Sind wir in der Pflicht, die angegriffene Ukraine mit Waffen zu unterstützen? Wie weit müssen wir wirtschaftlich gehen?

Nach der Begrüßung durch Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling (Bezirksvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge) wird Thomas Spieker (Oberst der Paderborner Bürgerschützen) ein Grußwort an die Gäste richten. Eingangsstatements halten dabei Wolfgang Schneiderhan (Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kassel, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D.) und Prof. Dr. Peter Schallenberg (Theologische Fakultät Paderborn, Lehrstuhl für Moraltheologie).

Sie nehmen auch an der anschließenden Podiumsdiskussion teil, die vom Westfalen-e.V.-Vorsitzenden und Ex-Landrat Manfred Müller moderiert wird. Außerdem beteiligen sich Regierungspräsidentin Bölling sowie Elmar Brok (langjähriger Europaabgeordneter und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments) an der Debatte. Die Anmeldung kann über folgenden Link erfolgen: https://www.westfalen-ev.de/aktuelles/veranstaltungen

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