Wie geht es weiter mit der Brache am Wulfener Markt? Nachdem der Abriss der alten Ladenzeile nun endgültig abgeschlossen ist und ein Neubau weiterhin nicht absehbar scheint, setzt die Stadt Dorsten auf die Menschen vor Ort. Mit einer offenen Bürgerwerkstatt am 11. Dezember möchte sie herausfinden, wie die große Freifläche in der Zwischenzeit sinnvoll genutzt werden kann – und ob aus der jahrelangen Hängepartie vielleicht doch noch ein gemeinsames Projekt entstehen kann.
Der Abriss der alten Ladenzeile am Wulfener Markt ist inzwischen vollständig abgeschlossen. Zurück bleibt eine große Freifläche in zentraler Lage zwischen Alt-Wulfen und Barkenberg, für die derzeit keine kurzfristige Neubebauung in Sicht ist. Nachdem die Verkaufsverhandlungen mit der Investorengemeinschaft gescheitert sind, konzentriert sich die Stadt Dorsten nun darauf, die Übergangszeit aktiv zu nutzen.
Erste Schritte wurden bereits unternommen. Vor wenigen Wochen entstand eine provisorische Parkfläche für rund 20 Fahrzeuge, um die angespannte Parksituation zu entschärfen. Gleichzeitig erklärte die Stadt Dorsten, gemeinsam mit den Bürgern über weitere Zwischennutzungen nachzudenken.

Einladung zu gemeinsamer Planung am 11. Dezember
Nun folgt der nächste Schritt: Die Stadt Dorsten lädt am 11. Dezember 2025 zu einer Bürger-Gesprächswerkstatt im Gemeinschaftshaus ein. Von 17.30 bis 20 Uhr können Interessierte im Gemeinschaftshaus Wulfen Ideen entwickeln, wie die Brache gestaltet und genutzt werden kann, solange ein neuer Bauanlauf nicht absehbar ist.
Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und zugleich Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Wulfen, sieht in der Beteiligung einen wichtigen Impuls. „Wir möchten diese Chance nutzen und zusammen mit den Menschen vor Ort darüber sprechen, was hier entstehen könnte. Jede Idee ist willkommen. Mit der Kreativität und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kann aus der Fläche bereits in der Übergangszeit ein echter Mehrwert entstehen.“
Was die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt erwartet
Die Werkstatt ist als offener Austausch angelegt. Die Stadt stellt die wichtigsten Eckpunkte vor, anschließend soll gemeinsam gearbeitet werden. Geplant sind:
- ein kompakter Überblick zur Geschichte des Wulfener Marktes und zum aktuellen Stand
- Informationen über Rahmenbedingungen und bestehende Entscheidungen
- offenes Brainstorming mit Raum für eigene Vorschläge
- die Möglichkeit, sich an möglichen Initiativen zu beteiligen
Damit möchte die Stadt einen Prozess anstoßen, der die Brache zumindest zeitweise belebt. Denkbar sind Aufenthaltsbereiche, Begrünungen, kulturelle Aktionen oder andere temporäre Nutzungen, die den Platz aufwerten, bis eine dauerhafte Planung möglich wird.
Ein Stadtteil zwischen Fortschritt und Stillstand
Die Einladung zur Bürgerwerkstatt findet in einer Phase statt, in der am Wulfener Markt gleich mehrere Entwicklungen nebeneinanderstehen. Die provisorischen Parkplätze schaffen kurzfristige Entlastung, gleichzeitig stagniert das große Neubauprojekt weiterhin. Hinzu kommt der Kontrast zu kleineren Erfolgen im Umfeld, etwa der Wiederinbetriebnahme der Wassertreppe am Gemeinschaftshaus, die durch bürgerschaftliches Engagement ermöglicht wurde.
Die zentrale Frage bleibt: Wie kann der wichtigste Platz des Stadtteils so genutzt werden, dass er nicht als dauerhafte Brache wahrgenommen wird, sondern als gestaltbarer Raum?
Stadt setzt auf Beteiligung
Die Stadt Dorsten setzt darauf, diesen Prozess gemeinsam mit der Bürgerschaft anzugehen. Sie hofft auf eine breite Beteiligung, damit aus der aktuell offenen Fläche in den kommenden Monaten mehr wird als nur eine Übergangslösung.
Wer Ideen mitbringt oder sich über den Stand informieren möchte, ist am 11. Dezember im Gemeinschaftshaus willkommen. Die Zukunft des Wulfener Marktes bleibt zwar weiterhin ein langfristiges Projekt. Die Gestaltung der Übergangszeit beginnt jedoch jetzt – mit den Menschen vor Ort.




























