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Wieder Betrug in Dorsten: Seniorin übergibt Schmuck

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In Dorsten ist erneut eine Seniorin Opfer von Trickbetrügern geworden. Nach einem Anruf falscher Polizeibeamter übergab die Frau Schmuck und Silberbesteck an einen Abholer. Erst vor wenigen Tagen hatte es in Dorsten einen ähnlichen Fall gegeben. Auch in Marl wurde eine ältere Frau bestohlen.

Angeblicher Polizist setzt Seniorin unter Druck

Die Betrugsserie in Dorsten reißt nicht ab. Nachdem bereits ein Senior an der Holtstegge durch falsche Polizisten um Bargeld gebracht worden war, meldet die Polizei nun einen weiteren Fall aus Dorsten.

Am Dienstagnachmittag, 5. Mai, erhielt eine Seniorin aus Dorsten einen Anruf. Ein angeblicher Polizeibeamter behauptete, im Umfeld der Frau seien mehrere Täter festgenommen worden. Nun bestehe der Verdacht, dass auch ihre Wertgegenstände nicht mehr sicher seien.

Die Betrüger forderten die Frau auf, Schmuck und Silberbesteck bereitzulegen. Die Gegenstände müssten angeblich „dokumentiert“ werden. Um den Druck weiter zu erhöhen, schaltete sich nach Angaben der Polizei auch ein angeblicher Staatsanwalt in das Gespräch ein.

Abholer kommt zum Schlehenweg

Die Seniorin wurde offenbar gezielt verunsichert und unter Druck gesetzt. Schließlich übergab sie ihre Wertgegenstände an einen Mann, der zu ihr nach Hause an den Schlehenweg gekommen war.

Der Abholer wird als etwa 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Er soll zwischen 1,78 und 1,80 Meter groß und schlank gewesen sein. Zudem hatte er dunkle, kurze Haare und sprach gut Deutsch.

Referenzfall in Marl: Täter gibt sich als Hausmeister aus

Auch in Marl wurde eine Seniorin Opfer einer Betrugsmasche. Der Fall ereignete sich bereits am Montagnachmittag, 4. Mai, an der Josefa-Lazuga-Straße. Dort klingelte ein Mann bei einer älteren Frau und gab sich als neuer Hausmeister aus. Er erklärte, er müsse die Wohnung überprüfen.

Die Seniorin ließ den Mann in die Wohnung. Der Unbekannte durchwühlte offenbar mehrere Schubladen. Erst am nächsten Tag bemerkte die Frau, dass Schmuck fehlte, darunter auch Perlenketten.

Der Mann wird als etwa 40 bis 50 Jahre alt und rund 1,85 Meter groß beschrieben. Er hatte eine kräftige Statur, dunkle kurze Haare und einen dunklen kurzen Bart. Auch er sprach gut Deutsch.

Polizei sucht Zeugen in Dorsten und Marl

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Wer in Dorsten im Bereich Schlehenweg oder in Marl an der Josefa-Lazuga-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich melden. Auch Hinweise zu Personen oder möglichen Fahrzeugen können für die Ermittler wichtig sein.

Die Kriminalpolizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

Polizei warnt erneut vor falschen Beamten

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Echte Polizeibeamte fordern niemals am Telefon dazu auf, Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen herauszugeben. Auch Staatsanwälte oder andere Amtspersonen schicken keine privaten Abholer zu Bürgerinnen und Bürgern nach Hause.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und die Polizei über den Notruf 110 informieren. Wichtig ist dabei, die Nummer selbst zu wählen und nicht die Rückruftaste zu nutzen.

Auch an der Haustür gilt besondere Vorsicht. Unbekannte Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Das gilt auch für angebliche Handwerker, Hausmeister oder Amtspersonen, die nicht angekündigt wurden. Im Zweifel sollten Betroffene bei der Hausverwaltung, der zuständigen Stelle oder direkt bei der Polizei nachfragen.

Auch der „Kettentrick“ kommt wieder vor

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass es zuletzt wieder Fälle des sogenannten Kettentricks gegeben hat. Dabei sprechen Täter vor allem ältere Menschen gezielt an, fragen etwa nach dem Weg und bedanken sich anschließend überschwänglich. Durch Umarmungen oder körperliche Nähe gelingt es ihnen, hochwertigen Schmuck unbemerkt zu stehlen oder gegen wertlosen Modeschmuck auszutauschen.

Die Polizei rät daher, Abstand zu halten, sich nicht bedrängen zu lassen und im Zweifel laut auf sich aufmerksam zu machen. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sofort Anzeige erstatten.

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