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Wulfen – Infrastruktur eines lebendigen Ortsteils

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Wulfen. Das Münsterländer Dorf hat sich gewandelt, die Straßen um die Matthäuskirche haben jedoch ihren Jahrhunderte alten Charme behalten. An der stark befahrenen B58 haben sich entlang der Hervester Straße, getrennt vom Ortskern, zahlreiche meist inhabergeführte Geschäfte angesiedelt. Hier ist alles vorhanden, was man zum täglichen Leben und Überleben benötigt.

Neubaugebiete, meist mit Einfamilienhäusern, sind ebenfalls jenseits des Ortskerns entstanden. Dennoch prägen immer noch Wälder, Felder und Wiesen das Bild. Die Einwohnerzahl Alt-Wulfens ist in den letzten Jahren nahezu konstant geblieben, die Menschen sind hier seit Generationen verwurzelt. Auch wenn mal nicht hier geboren wurde, so wird man doch gerne in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Wulfener wohnen meist dort, wo sie aufgewachsen sind, zur Arbeit fahren sie über die B58 zu den Autobahnen A43 und A31. Auch der seit 2007 unter Denkmalschutz stehende Bahnhof bietet gute Möglichkeiten ins Münsterland oder in die andere Richtung, ins Ruhrgebiet.

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Als der Schacht der Zeche Wulfen um die Jahrtausendwende geschlossen wurde, fielen viele Jobs weg. Dennoch sind auch in Wulfen weiterhin Firmen angesiedelt, die zahlreiche Arbeitsplätze bieten. Angefangen vom kleinen Einkaufszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Rosebrauerei, Wulfens erstem Großbetrieb, über das Transportunternehmen Humbert sowie dem Metallwerk Kleinken hin zum Autohaus Borgmann, um nur einige zu nennen.

An einem zentralen Treffpunkt hapert es hier leider, wie vielfach bedauert wird. Es gibt zwar vereinzelt Möglichkeiten draußen zu sitzen und etwas zu essen oder zu trinken, aber sie sind verteilt über den Ort. Es fehlt ein zentraler Platz mit kleinen Cafés wie in der Altstadt, zum Sehen und Gesehen werden.

Brauhaus-am-Brauturm
Das Gewerbezentrum um den Brauturm

Das Wappen

Das Wulfener Wappen der Ritter von „Wulffheim“ existiert bereits seit 1258. Der silberne Wolfskopf auf blauem Hintergrund erinnert an den Gründer der damaligen Gemeinde Wulfen. Die Neugestaltung des historischen Wappens geschah im Jahre 1929 durch Initiative des Heimatvereins.

Eckpunkte der Geschichte (Alt-Wulfen)

1280: Wulfen ist eine selbständige Pfarre
1831: Letzte Beerdigungen auf dem Friedhof am Kirchplatz
1840: Erzabbau in den „Olle Wieschen“
1871: Gründung der Kornbrennerei Mergen
1879: Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Dorsten – Coesfeld
1880: Eröffnung der Bahnlinie von Dorsten nach Borken
1902: Erste Straßenbeleuchtung
1907: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wulfen
1916: Anschluss ans Abwassernetz
1925: Einweihung des Ehrenmals
1953: Einführung von Straßennamen
1961: Einweihung der Matthäusschule
1975: Eingemeindung nach Dorsten
1999: Übernahme der Muna durch die Bundeswehr

Liebe Leserinnen, liebe Leser, da es sich bei Alt-Wulfen und Barkenberg um einen Stadtteil handelt, sind die offiziellen Einwohnerzahlen sowie die Flächen der beiden Ortsteile nicht getrennt.

GPS-Koordinaten: 51° 42′ 56.988″ N 7° 0′ 50.206″ E
Fläche gesamt 2079,09 ha, Wohnfläche 169,66 ha, Industrie- und Gewerbefläche 130,34 ha
Einwohner: 13.406
Schulen Alt-Wulfen: Wittenbrink Grundschule, Raoul-Wallenberg-Schule, Maria-Montessori Grund- und Realschule
Kindergärten Alt-Wulfen: St. Matthäus, FZ Wittenbrink
Kirchen: St. Matthäus, Gnadenkirche

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