Revitalisierung des Zechengeländes erfolgreich abgeschlossen. Unternehmen Maroli plant auf 2.000 Quadratmetern ein modernes und nachhaltiges Gewerbeobjekt.
- branchenunabhängiges Gewerbeobjekt mit rund 2.000 Quadratmetern am Hainichenring
- in den letzten 20 Jahren 350 neue Jobs entstanden
- insgesamt 57 Hektar Gesamtfläche vermarktet
- wichtiger Baustein für Strukturwandel in Dorsten

Die letzte Fläche aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold 1/2 in Dorsten ist verkauft: Das Marler Unternehmen Maroli plant am Hainichenring auf rund 2.000 Quadratmetern Gesamtfläche ein modernes und nachhaltiges Gewerbeobjekt mit variablen Nutzungsmöglichkeiten. Mit diesem jüngsten Verkaufsabschluss findet zwei Jahrzehnte nach Stilllegung des Bergwerks ein groß angelegter Transformationsprozess im Stadtteil Hervest einen Abschluss.
Suche nach Mietern läuft
Die Maroli GmbH steht allerdings „noch am Anfang der Planung“. Projektleiter Colin Germesin ist jedoch zuversichtlich „Ende des dritten Quartals den Bauantrag stellen zu können“. Geplant ist ein „branchenunabhängiges Gewerbeobjekt“, das sich im Stil der größeren Nachbarbebauung anpassen soll. Ein Architekt wurde bereits mit einer entsprechenden Studie beauftragt, derzeit werden mögliche Mietinteressenten evaluiert.
Hervest habe „enorm profitiert“
Mit dem letzten Grundstücksverkauf zieht Michael Kalthoff, Chef der RAG Montan Immobilien ein positives Fazit des Projekts: „Durch die umfassende und nachhaltige Quartiersentwicklung der vergangenen Jahre hat der Ortsteil Hervest enorm profitiert.“ Und das nicht zuletzt in Sachen Arbeitsplätze: Alles in allem rund 350 neue Jobs sind auf dem Zechenareal seit der Schließung des Bergwerks im Jahr 2001 entstanden. „Gerade vor diesem Hintergrund ist die heutige Ankernutzung aus Gewerbe, Einzelhandel, Kultur und Freizeit ein wichtiger Baustein auch für den Strukturwandel in Dorsten insgesamt“, so Kalthoff.

In 20 Jahren 57 Hektar entwickelt
Rund 57 Hektar Gesamtfläche hat die RAG Montan Immobilien im Schulterschluss mit der Stadt Dorsten und der Dorstener TEDO GmbH, als privatem Investor, in den vergangenen 20 Jahren auf Fürst Leopold entwickelt. 37,6 Hektar davon entfallen unmittelbar auf die ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold 1/2; hinzu kommt eine einstige Fläche der E.ON/Ruhrgas (18,5 Hektar). Weitere 13,4 angrenzende Hektar hatte die RAG Montan Immobilien zur ergänzenden Entwicklung und Vermarktung zusätzlich angekauft.
Stadtteil hat urtypischen Charme behalten
Diesem Fazit schließt sich auch Bürgermeister Tobias Stockhoff an: „Die Reaktivierung der Zeche Fürst Leopold in Hervest ist ein Aushängeschild für Dorsten und die gesamte Wirtschaftsregion. Das breit gefächerte Angebot aus Kultur, Freizeit, Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleistungssektor und Gewerbe ist einzigartig und hat das Quartier enorm aufgewertet – ohne, dass der Stadtteil Hervest auch nur ein bisschen von seinem urtypischen Charme verloren hat.“

Historische Daten – Fürst Leopold
- 1913: Beginn der Steinkohlenförderung
- 1997: Das Verbundbergwerk „Fürst Leopold/Wulfen“ fährt mit 2,4 Millionen Tonnen bei etwa 3.000 Beschäftigten die höchste Jahresförderung in der Betriebsgeschichte der Zeche ein
- 2001: Stilllegung der Zeche Fürst Leopold und des Schacht Wulfen
- 2010: Verkauf der industriehistorischen Bestandsgebäude
- 2011: Beginn der Sanierungsmaßnahmen
- 2012: Beginn der Umbaumaßnahmen in den Bestandsgebäuden
- 2013: Eröffnung CreativQuartier Fürst Leopold
- 2015: Eröffnung Fürst-Leopold-Allee und Landschaftspark Hervest
- 2016: Abschluss Sanierungsmaßnahmen und Baureifmachung
- 2021: Verkauf der letzten Fläche aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien




























