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Montag, Mai 27, 2024
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3. Stadtteil-Gespräch: Zukunft Marienviertel

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3. Stadtteil-Gespräch: Zukunft Marienviertel
Marienviertel

Zukunft Marienviertel

“Lieber Manuel Spangemacher, es wäre schön, wenn vor der Bäckerei noch ein paar mehr Hundeanbindestellen mit gutem Abstand zueinander angebracht werden können.”
Ja, die gut 150 Marienvierteler, die sich in der hellen, neuen Aula des Caritas Bildungszentrums zusammenfanden, beschäftigten auch größere Probleme im Viertel; diese Bitte an den Junior-Bäckereichef zeigt aber die konstruktive und lockere Atmosphäre, in der dieses Stadtteilgespräch stattfand.

Wohnen und leben’ – das Konzept des Integrativen Mehrgenerationen-Wohnens auf den 40.000 Quadratmetern der früheren Realschule erläuterte kenntnisreich Dietrich Sell, der auch auf genossenschaftlich organisierte Finanzierungskonzepte einging.

Für das Gelände initiiert die Initiative einen studentischen Planungswettbewerb mit Studenten aus Münster, Essen und Bochum aus den Fächern Städtebau, Hoch-und Tiefbau, Freiraumarchitektur und IT – ein spannender Ansatz, der nur den nötigen Gestaltungsfreiraum gibt, weil das zu überplanende Grundstück der Stadt gehört. Für die Turnhalle, die sehr aufwendig zu einer Gesamtwohnfläche von barrierefreien 2300 qm umgebaut wird, rechnen APD-Geschäftsführer Hasenau und Investor Lutz mit einer Eröffnung Anfang 2020.

Rolf Rommeswinkel, seit Beginn der Planung ‘nahe’ an der Großbaustelle Bahnhofsumfeld/Bismarckstraße, lobte die Gestaltung des neuen Bahnhofsrondells, erläuterte aber auch die Gründe für die etwas verspätete Verkehrsfreigabe für die Bismarckstraße. Frohe Kunde gab es für die, die auf die Freigabe der Brücken warten: sowohl die Wienbachbrücke am Luner Weg als auch die Hammbachbrücke am Blauen See werden im nächsten Jahr fertig!

Kritisch angemerkt wurde, dass am Bahnhof deutlich zu wenig Park&Ride-Parkplätze vorgehalten werden, ist doch der Bahnhof zum einen wichtig für Pendler, zum anderen gewünschter und erhoffter Ausgangspunkt für Radtouren ins Münsterland. Stockhoff und Lohse nahmen die Anregung auf und brachten den Bereich Richtung EBD als möglichen Parkplatz ins Gespräch.

Dissens beim Thema Windkraft in der Gälkenheide: BM Stockhoff erläuterte, warum aus seiner Einschätzung heraus derzeit keine Rücksicht auf den zu erwartenden neuen ‘Abstanderlass’ genommen werden kann; er bezweifelte auch, dass diese Erlassplanung Rechtskraft erhalten wird.

Über die neue Gas-Pipeline, die auf dem Ruhrgasgelände enden soll und sich den Raum mit den Windrädern teilen müsste, wenn sie durch die Gälkenheide führte, konnte auch die Verwaltung wenig sagen; zu wenig ist derzeit über die Planung bekannt.

Streitthema Freibadgelände: Nostalgische Gedanken an Jugendzeiten bringen das Freibad nicht zurück; das war den Marienviertelern wohl klar. Aber ein Zaun drum rum? BM Stockhoff und Baurat Lohse empfahlen der Initiative, sich weiterhin intensiv Gedanken zu machen über eine kluge Nutzung, auch wenn sie erst in 5 oder 10 Jahren umgesetzt werden können.

Lob für die Verwaltung: Kurze Nachricht über die “Dorsten-App” und die Birken in und auf der Mauer am Friedhofseingang wurden umgehend entfernt, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können!

Resümee des 3. Stadtteilgesprächs: Die Initiative ist auf einem guten Weg, das Interesse im Marienviertel an Teilhabe ist groß und die Grundstimmung ist konstruktiv!
Ausführliche Informationen, auch zu weiteren Themen, wird das Protokoll geben, das bald hier veröffentlicht wird. Dann gibt´s auch Fotos.

Achja, eine weitere positive Reaktion auf das Ende der Bauarbeiten am Rondell kam von Anwohnerin Ulla Busch: “Ich muss jetzt nicht mehr so oft Fenster putzen!”

Text und Foto: jotw