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#131 Glosse von Anke: Fastenzeit – Verzicht mit Nebenwirkungen

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Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit

Schlank sein oder schlau bleiben – das ist hier die Frage

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei, die Schwüre von Treue, sie brechen entzwei. Apropos brechen: Viele Menschen nutzen diesen Termin als Startschuss für eine Fastenzeit. Die einen aufs Handy verzichten, die anderen auf das Rauchen, aufs Fluchen, auf Alkoholkonsum, Nägelkauen … die Liste der möglichen verzichtbaren Dinge ist wahrlich lang. Aber meistens gilt die Kampfansage den überflüssigen Pfunden, die sich stetig und unbemerkt an Hüften und anderen Körperpartien geschlichen haben und sich dort hartnäckig festklammern.

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Nun weiß so gut wie jedes Kind, dass Übergewicht nicht nur optisch unvorteilhaft ist, sondern auch Bluthochdruck, Durchfall, Zucker, Gelenkprobleme, Sodbrennen und weitere unangenehme Begleiterscheinungen begünstigt. Aber von folgendem schädlichen Effekt hatte ich bisher noch nie gehört: „Bauch schrumpft Hirn“ las ich als warnende Überschrift in der Gesundheitszeitschrift mylife , die mir meine Apothekerin als Geschenk des Hauses in die Tasche gesteckt hatte.

Bauch weg oder Hirn weg – Männer haben die Wahl

Dieser Artikel behauptet, dass sich Übergewicht ab einem bestimmten Alter schädlich auf das Gehirn-Volumen auswirke. Vor allem die Großhirnrinde leide bei einem hohen Bauchfett-Anteil. Und genau in diesem Bereich des menschlichen Gehirns sind auch erste Anzeichen für eine Demenz erkennbar.

Die Auswertung der Daten der UK Biobank von fast 35.000 Bürgern zwischen 45 und 82 Jahren hat aber nicht nur den Zusammenhang zwischen einem großen Leibumfang und neurologischem Abbau erkannt, sondern auch, dass ein Geschlecht davon besonders betroffen ist.

Und jetzt dürft Ihr alle einmal raten, wer gemeint ist – richtig – der Mann: „Der Abbau von Hirnmasse setzt bei Männern mit Übergewicht deutlich früher ein.“ „Sie sind im Alter ab 55 bis 74 am stärksten betroffen“, heißt es in dem Bericht. Bei Frauen entwickelten sich die degenerativen Prozesse jedoch erst zwischen 65 und 74 Jahren.

Nun denn, ich will nicht leugnen, dass ich diese Tatsache irgendwie schon immer geahnt habe. Ich habe eben ein gutes Bauchgefühl …

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