Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Kulinarisches Kopfkino
Keine Ahnung, welches frühkindliche Trauma mir die Suppe eingebrockt hat – aber Tatsache ist, dass mir bei der Betrachtung und Beschreibung von Dingen überwiegend Assoziationen aus dem kulinarischen Bereich in den Kopf kommen. Beispiel: Entdecken andere Zeitgenossen beim Blick in den strahlenden Wölkchen-Himmel Wattebäuschchen und einen gelben Folienballon, denke ich an Sahnetupfer und den dicken, fetten Pfannekuchen. Erblicken sie in den Baumwipfeln bedrohliche Monsterköpfe, sehe ich wippende Brokkoli-Röschen.
Als ich neulich beim Schaufensterbummel fasziniert den orangenfarbenen Strickpullunder in der Auslage betrachtete und erfreut bemerkte: „Guck mal, die Farbe erinnert mich an den Aranca-Pudding, den Mutti uns früher immer gemacht hat“, konnte ich brennend den besorgten Blick meiner Schwester im Nacken spüren.
Da war ich dann doch irgendwie erleichtert zu erfahren, dass offensichtlich auch anderen Menschen ähnlich gestrickt sind wie ich. So sagte mir kürzlich ein Kollege auf dem Flur: „Deine Kette ist wirklich schön. Aber dieser runde Anhänger aus Metall erinnert mich immer an einen Pizzaschneider!“ Danke, lieber Wolfgang. Aber Komplimente gehen eigentlich anders. Und wenn ich mir jetzt diesen Modeschmuck um den Hals hänge, läuft mir immer das Wasser im Mund zusammen.




























