Bei Westfleisch in Coesfeld häufen sich, vor allem unter den Werkarbeitern die Corona-Fälle.
Infolge des Infektionsgeschehens bei der Firma Westfleisch im Nachbarkreis Coesfeld, wo auch Mitarbeiter aus dem Kreis Recklinghausen beschäftigt sind, wurden mehrere dort beschäftigte ausländische Mitarbeiter, die in einer Unterkunft für Leiharbeiter untergebracht sind, positiv getestet wurden.
Kreis Recklinghausen/Coesfeld. Derzeit werden unverändert 13 Erkrankte aus Coefeld im Krankenhaus behandelt, keiner davon, so Landrat Dr. Christian Schulte Pellengahr, auf der Intensivstation.
650 Abstriche durchgeführt
Der Kreis hatte in den letzten Tagen auf Veranlassung des Kreisesbereits damit begonnen, mehr als 650 Abstriche durchzuführen. Die Zahl der infizierten Schlachthof-Beschäftigten ist von gestern 129 auf 151 Personen gestiegen.
Bedingt durch den erneuten Ausbruch in dem Kreis im Münsterland wurde die Lockerung um eine Woche, auf den 18. Mai verschoben.
Minister reagieren nach Vorfall bei Westfleisch
Bereits gestern betonten Minister Laumann und Ministerin Heinen-Esser, dass man hinschauen müsse, dass es den Arbeitern auf unseren Feldern und in den Schlachthöfen gut geht und die Hygieneauflagen eingehalten werden.
Zur weiteren Ausbruchsbekämpfung wird der Kreis Coesfeld für die Dauer einer Woche von den Änderungen der Corona-Maßnahmen ausgenommen, die in Nordrhein-Westfalen ab 11. Mai gelten. Dazu gehören unter anderem die Lockerung des Kontaktverbots, Öffnungsmöglichkeiten für die Gastronomie und die Beschränkung des Einzelhandels auf Flächen von 800 Quadratmetern.
Testung aller Westfleisch-Mitarbeiter startet morgen
Entsprechend der Anweisung des Gesundheitsministeriums des Landes NRW beginnen morgen die breit angelegten Testungen im Schlachtbetrieb der Firma Westfleisch in Oer-Erkenschwick. Das Deutsche Rote Kreuz wird bis Anfang der kommenden Woche mit mobilen Teams alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abstreichen, teilt der Kreis Recklinghausen heute mit.
Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen befindet sich bereits seit längerer Zeit im Austausch mit der Firma Westfleisch. Neben dem Krisenstab des Kreises wurde eine eigene Arbeitsgruppe mit den Verantwortlichen des Unternehmens und der Stadt Oer-Erkenschwick einberufen, die regelmäßig per Videokonferenz zusammenkommt. Zudem haben in geringerem Umfang bereits Testungen von Mitarbeitern stattgefunden.
Pandemie-Sonderkommission eingerichtet
Im Unternehmen wurde eine Pandemie-Sonderkommission eingerichtet und verschiedenen Maßnahmen in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt umgesetzt.
Dazu zählen unter anderem das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes bereits beim Betreten des Betriebsgeländes, die Arbeit in klar abgegrenzten Kleingruppen, die Verhinderung weiterer Kontaktstellen in Pausenräumen, erweiterte Schutzbekleidungsbestimmungen, zusätzliche Hygienestationen und wiederkehrende und mehrsprachige Hinweise auf die Bedeutung von Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen. Außerdem finden kontaktlose Fiebermessung am Werkstor statt, um etwaige Verdachtsfälle schnell erkennen zu können.




























