Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Eingeheizt
Als ich heute Morgen mit einem kühlen Näschen aufgewacht bin, dachte ich: „Anke, es wird Zeit für die Übergangsbettdecke – der Herbst ist da!“ Auch am Abend, im Relaxsessel vor dem Fernseher, kühlen die pantoffellosen Füße in der Liegeposition schon sehr schnell aus. Gottlob habe ich einen menschenfreundlichen Vermieter, der den „Ofen“ im Keller einschaltet, wenn es draußen kühl ist, egal, ob die offizielle Heizperiode in Deutschland schon angebrochen ist oder nicht.
Diese Einstellung war zu meiner Studentenzeit nicht selbstverständlich. „Geheizt wird erst am 1. Oktober und abgedreht wird am 1. April“, beharrte damals der kaltherzige Vermieter unserer Studenten-WG, als wir in einem außergewöhnlich kühlen September bei ihm vorsprachen und bibbernd um etwas Raumwärme bettelten. Die Vorschläge, die uns der Geizhals zum „Warmhalten“ mit auf den Weg gab, gingen allesamt auf unsere (Strom-) Kosten: „Setzen Sie in der Küche einen Topf mit Wasser auf oder stecken Sie Ihre Füße in den vorgewärmten Backofen.“
Blödmann! Wen wundert‘s, dass wir anstelle unserer Füße lieber etwas anderes in den Ofen gesteckt hätten – mit den besten Grüßen von Hänsel und Gretel.




























