Landrat des Kreises Recklinghausen und Vorsitzender der KVWL zur Situation im Impfzentrum – „Wir impfen so gut und viel wir können“

Recklinghaus (pd). In den vergangenen Tagen wurden Vorwürfe und Gerüchte laut, dass im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen nicht genug Impfstoff an die Bürgerinnen und Bürger verimpft würde – obwohl dieser zur Verfügung stünde.

Der Kreis als Betreiber des Impfzentrums und auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die das medizinische Personal im Impfzentrum stellt, distanzieren sich von diesen Behauptungen. „Täglich tun im Impfzentrum Verwaltungsmitarbeiter, medizinisches Personal, Rettungsdienstbeschäftigte und Pharmazeuten ihr Möglichstes, um so viele Personen wir möglich mit dem vom Land zur Verfügung gestellten Impfstoff zu versorgen“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Dr. med. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), ergänzt: „Wir können diese Vorwürfe nicht nachvollziehen. Es gibt Vorgaben des Landes, an die wir uns halten, und tun alle unser Bestes, damit die Impfungen reibungslos laufen. Unterstellungen und subjektive Meinungsäußerungen helfen dabei nicht.“

15.173 Impfungen in drei Wochen

Die Zahlen, die der Kreis in seinem Dashboard und die KVWL in ihrem Impfbericht veröffentlichen, zeigen täglich, wie die Impfungen im Kreisgebiet voranschreiten. In den gut drei Wochen, in denen das Impfzentrum in Betrieb ist, wurden (Stand 3. März) bereits 15.173 Impfungen vorgenommen.

Inklusive der mobilen Teams und der Impfungen in Krankenhäusern sind sogar 50.524 Dosen an 33.794 Bürger verimpft worden. Dabei ist das Impfzentrum aufgrund der besonders zu Beginn geringeren Menge an Impfstoff bislang nicht in Vollauslastung gelaufen. Das wird sich in der nächsten Woche ändern, wenn weiterer Impfstoff zur Verfügung stehen wird und zusätzliche Berufsgruppen impfberechtigt sind.

Zur Verfügung gestellter Impfstoff

Der entscheidende Faktor für die Menge an Terminen und Impfungen ist und bleibt die Menge des dem Kreis vom Land zur Verfügung gestellten Impfstoffes. „Durch das Auftreten von Impfreaktionen in der Anfangsphase der Impfungen mit AstraZeneca haben einige Rettungswachen und Pflegedienste darum gebeten, nicht wie ursprünglich geplant alle Beschäftigten am gleichen Tag zu impfen. Natürlich haben wir diesen Wunsch aufgegriffen und eine gestaffelte Terminvergabe möglich gemacht“, erklärt Bodo Klimpel.

Impfstoff wurde nicht entsorgt

So gab es dann auch einzelne Tage, an denen durch die Umplanung nicht alle Termine ausgeschöpft werden konnten. Der Impfstoff wurde in solchen Fällen aber nicht entsorgt, sondern für die Impfung an einem anderen Tag aufbewahrt.

„Generell ist die Impfbereitschaft im Kreis sehr groß. Auch eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Impfstoff AstraZeneca spüren wir nur in ganz seltenen Fällen“, berichtet der Landrat. „Im Gegenteil, unsere Telefone und Postfächer laufen über vor Meldungen von Menschen, die sich impfen lassen wollen. Und wir impfen so gut und viel wir können.“

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