Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Schöne Erinnerungen
„Welche Eigenarten, Gewohnheiten, Sprüche oder Bräuche haben Sie von Ihren Eltern übernommen und pflegen Sie noch heute?“ Diese Frage stellte neulich der Radio-Moderator seiner Hörerschaft. Darauf meldete sich beispielsweise eine Frau, die immer noch gerne ihre Mutter zitiert, wenn ihre Kinder sie mit Fragen löchern: „Fragt euren Vater, der weiß es auch nicht!“
Traditionelles „Erbe“
Da habe ich auch mal in meinem Gedächtnis gekramt, welches traditionelle „Erbe“ mir meine verstorbenen Verwandten hinterlassen haben. Als erstes fiel auch mir meine Mutter ein, die jedes Mal, wenn sich jemand mit den Worten verabschiedete: „Ich muss dann jetzt mal gehen“, den Satz mit folgender plattdeutschen Phrase zu einem Reim ergänzte: „… dat is godt för de Knejen.“ (Das ist gut für die Knie).
Wenn wir uns heute zuprosten, kommt uns oft der Trinkspruch meines Schwiegervaters Karl-Heinz über die Lippen, den er bei jeder geselligen Gelegenheit zum Besten gab: „Kein Hemd am Popo, aber immer sehr zum Wohle!“ Tante Maria hingegen erheiterte zu ihren Lebzeiten unsere Familienfeiern gerne mit dem Ausspruch: „Dummheit frisst, Intelligenz säuft – Prost!“ Während meine leider viel zu früh verstorbene Freundin Helga stets mit „Prost sagt man in Soest“ ihr Glas erhob.
Opa würde jetzt sagen….
Beim letzten Weihnachtsfest wurde die Erinnerung an meinen Vater wieder ganz lebendig, als mein Sohn beim Anblick des riesigen Weihnachtsbaums bemerkte: „Opa würde jetzt sagen: ,Donnerwetter, Kinder, wie habt ihr diesen Kawenzmann bloß hier reingeschleppt!“ Und wir alle mussten herzlich lachen.
Ja, es sind oft diese kleinen Sprüche, Weisheiten, Lieder und Leitsätze, die uns mit verstorbenen lieben Menschen verbinden und Erinnerungen an fröhliche Stunden im Familien- und Freundeskreis wachrufen. Da frage ich mich manchmal, woran sich später wohl unser Nachwuchs erinnert, wenn wir nicht mehr sind. Ich tippe auf den Spruch, den wir in Krisensituationen aller Arten mit einem Augenzwinkern zum Familienmotto machen: „Lerne leiden, ohne zu klagen!“




























