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Solar-Strom für Levis

Veröffentlicht am

Hugo Willink, Edwin Meijerink und Roderik von Meyenfeldt. Foto: Alexander Fichtner

Gestern stellten Hugo Willink und Roderik von Meyenfeldt von der Firma Sunrock die fast fertiggestellte Solar-Anlage auf dem Dach von Levis Dorsten vor. Ebenfalls anwesend beim Rundgang über die Baustelle war Edwin Meijerink. Er ist Geschäftsführer der Delta Development, die für die Projektentwicklung und Bau des Logistikzentrums zuständig ist.

Beim Rundgang zur Solar-Anlage erzählt Meijerink das es nur noch 4 Wochen sind, bis das Gebäude übergeben wird. Dann kann der Innenausbau durch den neuen Mieter Levis beginnen. Auch die Intralogistik befindet sich bereits im Bau und wird stellenweise längst getestet und justiert. Meijerink sagt: „Die letzten 5 Prozent des Gebäudes fertig zustellen ist immer eine Herausforderung“. Er fügt aber optimistisch hinzu, das es realistisch ist, im Zeitplan fertig zu werden.

Edwin Meijerink von der Delta Development. Foto: Alexander Fichtner

Das Projekt ist für Delta Development wichtig. Da es in diesem Umfang und in dieser Qualität das erste Vorhaben ist, was in Deutschland realisiert wird. Bereits in der Nähe von Amsterdam Schihpol verwirklichten sie eine beeindruckende nachhaltige 350 Hektar große Logistikpark-Fläche. „Im Jahr 2050 sind wir CO2 neutral mit dem Neubau in Dorsten“, erklärt Meijerink dem die Nachhaltigkeit seiner Bauprojekten wichtig ist.

Teilflächen des begrünten Dachgartens sind bereits fertig gestellt. Foto: Alexander Fichtner

Die Solaranlage

Beim Rundgang auf dem Dach der Logistikhalle angekommen zeigt sich das gesamte Ausmaß der Photovoltaikanlagen. Insgesamt 8.264 PV-Module mit jeweils zwei Quadratmeter Fläche erzeugen eine jährliche Leistung von 3000 Megawatt Stunden. Zu Spitzenzeiten steht auch eine Leistung von bis zu 3500 Megawatt Stunden bereit. Die Nutzung von Sonnenenergie reduziert den CO2-Ausstoß um 1.322 Tonnen, das entspricht dem Ausstoß von 908 Ein-Personen-Haushalten.

Solar-Anlage mit Blick Richtung Barkenberg. Foto: Alexander Fichtner

Batterie und Software

Ab Januar 2024 kommt eine zusätzliche 1.000 kWh Batterie dazu die die Leistung des überschüssigen Solarstroms speichert. Damit steht auch an sonnenarmen Tagen oder in der Nacht Strom bereit. Diese Solar-Anlage mit Speicher wird die Erste ihrer Art sein, die Sunrock in Deutschland schließlich in Betrieb nimmt. Geregelt wird die ganze Anlage durch eine fortschrittliche Software. Diese erlaubt, den gesamten Stromfluss der Solar-Anlage zu observieren und intelligent zu verwalten.

Auch der Innenausbau schreitet voran. Foto: Alexander Fichtner

Das Solar-Unternehmen

Dadurch ermöglicht das Unternehmen dem Immobiliennutzer Levis eine autarke und nachhaltige Stromversorgung. Sunrock bleibt Eigentümer der Solar-Anlage und übernimmt Wartung und Funktion während des Vertragszeitraums. Dies ermöglicht dem zukünftigen Mieter Levis eine autarke und nachhaltige Stromversorgung mit Solarstrom in der Zukunft.

Fast endlos lang wirkt die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Foto: Alexander Fichtner


Auch die Befestigung der Photovoltaikanlage auf dem Dach ist eine Besonderheit. Sie wird mit dem Eigengewicht an Ort und Stelle gehalten. Somit gibt es auch keine Probleme mit der Dachbegrünung.
Hugo Willink der Management Direktor bei Sunrock sagt, das es für Deutschland ein wichtiges Projekt ist. Er führt aus: „Auch wenn wir hier nur etwa 35.000 Quadratmeter Dachfläche haben, gibt es hier sehr viele Solar-Innovationen“.

Hugo Willink und Roderik von Meyenfeldt von der Firma Sunrock vor der fertigen Solar-Anlage. Foto: Alexander Fichtner

Sunrock ist in Deutschland obgleich noch ein relativ unbekanntes Unternehmen. Was aber in europäischen Nachbarländern Solar-Dachflächen mit bis zu 80.000 Quadratmeter bespielt. Es wurde 2012 in den Niederlanden gegründet und ist ein führendes Unternehmen in der Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie. Mit Hauptsitz in Düsseldorf agiert das Unternehmen als Investor, Entwickler und Eigentümer von Photovoltaikanlagen. Außerdem plant es Solar-Anlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien für die Zukunft.

Wechselrichter speisen den Strom ein. Foto: Alexander Fichtner

Auch Machbarkeitsstudien, Subventionsanträge, Finanzierung und Versicherung von Solar-Anlagen zählen zum Angebot von Sunrock, die europaweit über 120 Mitarbeiter beschäftigen.

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