Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Regen bringt Fluch und Segen
Über Mangel an warmen Tagen dürfen wir uns wahrlich nicht beschweren. Doch jetzt ist erst mal Schluss mit sonnig. Okay, ein Freund von mir, der seinen Herbsturlaub in der Freiburger Region verbringt, wandert tagein tagaus in der einzigen Shorts, die er neben einem üppigen Langbein-Hosen-Vorrat in den Koffer gepackt hatte, durch den heißen Breisgau. Doch hier, tief im Westen, ist es nun kalt und regnerisch.
Also, warme Jacke rauskramen und sich mit einem Schirm wappnen. Und da fängt es schon an, ungemütlich zu werden. Regenschirme sind mir ein Graus. Sie blockieren einen Arm, verhindern freie Sicht und gehen ständig verloren. Ihr Metall-Skelett wölbt sich bei Wind gern zu einem Regen-Auffangbecken nach außen. Ständig springen die Speichen aus der Stoffbespannung, so dass der aufgesogene Regen der erschlafften Lappen treffsicher in den Blusenkragen tropft.
Außerdem gefährden ihre spitzen Speichen das Augenlicht, ihre unbarmherzigen Stöcke die Hacken. Ihr Öffnungsmechanismus hat schon manchen Finger angefressen. Und wer versucht, einen in die Tiefen eines Schirmständers abgesackten Knirps ans Tageslicht zu zerren, kann das zerfetzte Teil gleich in die Tonne kloppen.
Aber was soll das Gejammer. Wir müssen ja auch an die ausgetrocknete Natur denken, die dringend auf feuchten Niederschlag angewiesen ist. So schließe ich versöhnlich mit der alten Bauernregel für Oktober, die besagt: „Bringt der Oktober viel Regen, ist´s für die Felder ein Segen.“




























