Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit.
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Entweihnachtet
Tanne weg, Krippe weg, Engel weg. Sieht ganz schön „nackig“ aus in meinem Wohnzimmer. Aber da im Altstadt-Bereich am 12. Januar das entschmückte Festtagsbäumchen mit der turnusmäßigen Müllabfuhr mitentsorgt wurde, musste bei mir die Aktion „Entweihnachten“ in dieser Woche laufen. „Ich habe alles schon am 2. Januar abgeschmückt und rausgeschmissen“, berichtete eine Kollegin. „Was!“, empörte ich mich, „Du musst doch wenigstens den Heiligen Drei Königen die Chance geben, an der Krippe anzukommen und ihre Geschenke los zu werden!“ Aber da gehen die Meinungen wohl auseinander. Meine Schmuck-Bilanz jedenfalls sieht gut aus: Keine zerdepperte Kugel, keine defekte Lichterkette, die meisten Nadeln sind am Baum geblieben. Bei der Stallausstattung gibt es allerdings einige Verluste zu beklagen: Das Weidenkörbchen, ein Zinken der neu erworbenen Mistgabel aus Holz und das Beinchen der antiken Schleifstein-Konstruktion wurden aufgefressen. Bin nur froh, dass Asterix, der Rauhaardackel meines Sohnes, nicht auch noch Jagd auf die Schafe, Ochs und Esel gemacht hat. Aber Hartplastik scheint ihm offensichtlich nicht zu schmecken.
So – jetzt ist also alles wieder im Keller verstaut und an seinem Platz. Und die Sternsinger waren auch schon da und haben den Segenspruch über meine Wohnungstür geklebt. Tja, was nun? Vielleicht könnte ich in der kommenden Woche schon mal nach den eingetüteten Hasen sehen und ihnen den Staub von den Langohren wedeln. Denn eins ist sicher: Ostern kommt meist schneller, als man denkt!




























