StartLandwirtschaftTrampeltrecker Demo - Kinderprotest für die Landwirtschaft in Raesfeld

Trampeltrecker Demo – Kinderprotest für die Landwirtschaft in Raesfeld

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Trampeltrecker-Demo. Trotz der herrschenden Kälte und des beständigen Nieselwetters versammelten sich Kinder am Rathaus, um ein eindrucksvolles Zeichen für die Landwirtschaft zu setzen.

Auf los, ging’s los. Die jüngsten Mitglieder der Gemeinschaft setzten ein Zeichen: 120 Kinder eroberten die Straßen mit ihren Trampeltreckern, Bobbycars und Kettcars. Ein Bild, das sowohl die Leichtigkeit der Kindheit als auch die Ernsthaftigkeit des Protests vereint. Mit jedem Pedaltritt demonstrieren sie auf ihre Weise für die Anliegen der Landwirtschaft. Ein Augenblick, der zeigt: Auch die kleinsten Stimmen verdienen Gehör.

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Foto: Petra Bosse

Bunte Schilder mit starken Botschaften

Die Kinder hatten ihre Schilder liebevoll selbst gemalt und gestaltet, was den Protest auf eine kindgerechte Weise hervorhob. Mit Mottos wie „Landwirtschaft ist bunt und nicht braun“ oder „Schluss mit dem Gehampel“ brachten sie ihre Botschaften kreativ und eindrucksvoll zum Ausdruck.

Trotz der winterlichen Bedingungen zeigten die Kinder großen Einsatz und drehten eine beachtliche Runde durch den Ort. Dabei wurden sie von der Polizei des Kreises Borken begleitet.

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Bürgermeister Martin Tesing suchte vor die Gespräche mit den Raesfelder Landwirten. Foto: Petra Bosse

Anführung durch lokale Landwirte – So nicht!

Die genehmigte Protestaktion in Raesfeld wurde von den lokalen Landwirten Anne Schlottbom, Christoph Nagel und Felix Brömmel organisiert.

Anne Schlottbom betonte die Bedeutung des Protests für die Zukunft: „Wir stehen hier für unsere Zukunft, für die Kinder und im Grunde genommen für die gesamte Gesellschaft.“ Felix Brömmel unterstrich die Notwendigkeit, ein klares Signal an die Politik zu senden: „Wir stehen hier, um der Politik deutlich zu machen: ‚So nicht‘.“

Demo-Trampeltrecker-Raesfeld

Christoph Nagel hob hervor, dass der Protest auf die Erreichung von Gleichberechtigung zwischen europäischen Landwirten abzielt, um die Fortführung der Landwirtschaft in Deutschland zu sichern: „Wir stehen hier, um eine Gleichberechtigung zwischen den europäischen Landwirten zu erreichen und damit unsere Chancen zu wahren, die Landwirtschaft in Deutschland fortzuführen.“

Die Sicht des Bürgermeisters auf die Lage der Landwirte

Bürgermeister Tesing, der ebenfalls vor Ort war, äußerte sich zur aktuellen Lage: „Aktuell finde ich die Lage für Landwirte äußerst schwierig. Durch die Maßnahmen der Bundesregierung ist das Fass zum Überlaufen gebracht worden. Ich denke, dass allein durch die Annullierung der Maßnahmen das Problem als solches nicht beseitigt sein wird.“

Ohne-Landwirte-ist-alles-doof

Zukunft der Landwirtschaft: Deutlicher Rückgang der Bauernhöfe

Wie heute eine veröffentliche Studie der DZ Bank AG Frankfurt prognostiziert, wird es eine bedeutende Veränderung in der deutschen Landwirtschaftslandschaft geben. Bis zum Jahr 2040 wird die Anzahl der Bauernhöfe dramatisch abnehmen, was tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur und das Wesen der Agrarwirtschaft haben könnte.

Prognose

Laut der Studie ist mit einer Reduzierung der Bauernhöfe von rund 256.000 im Jahr 2022 auf etwa 100.000 im Jahr 2040 zu rechnen. Diese Prognose unterstreicht den zunehmenden Druck auf kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die sich dem Wettbewerb mit großen, industriell orientierten Unternehmen stellen müssen. Claus Niegsch, Branchenexperte bei der DZ Bank, weist darauf hin, dass sich die Durchschnittsgröße eines landwirtschaftlichen Betriebs voraussichtlich mehr als verdoppeln wird – von 64,8 Hektar im Jahr 2022 auf 160 Hektar im Jahr 2040.

Trampeltrecker Demo Landwirtschaft Raesfeld 2024

Diese Entwicklung spiegele einen Trend zu größeren, kapitalintensiveren Betrieben wider, die verstärkt auf moderne Technologien setzen, heißt es weiter. Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass der traditionelle bäuerliche Familienbetrieb zunehmend in Bedrängnis gerät und möglicherweise vor dem Aus steht. Diese Veränderung könne weitreichende Folgen für die landwirtschaftliche Praxis, die ländlichen Gemeinschaften und die Umwelt haben.

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