Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Diesmal jedoch etwas Besinnliches!
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Techno-Dance und Babyparty
Etwas müde wirkte die junge Kollegin, als ich sie montags in der Küche bei der Mittagspause antraf. „Anstrengendes Wochenende gehabt?“, erkundigte ich mich anteilnehmend. „Das kann man wohl sagen“, seufzte sie, während der Teebeutel mit anregendem Kräuterinhalt im kochend heißen Wasser ihrer überdimensionierten Porzellantasse vor sich hindampfte. „Am Samstagabend habe ich mit meinen Mädels meinen Geburtstag nachgefeiert“, erläuterte sie mir unwissende Ü-60-erin, wie das die jungen Ladies heute so machen: Erst gemütlich daheim trinken, essen, quatschen, und dann gegen Mitternacht gut gelaunt zu einem Techno-Club im Herzen des Ruhrgebiets aufbrechen und zu knallenden Subwoofern bis zum Morgengrauen abtanzen. „Ich war erst um 6 Uhr im Bett und dann musste ich nach drei Stunden schon wieder aus den Federn, weil ich am Sonntagmorgen noch zu einer Babyparty eingeladen war.“
Babyparty – was ist denn das? Sie bemerkte meinen ratlosen Blick, und da sie eine sehr freundliche Kollegin ist, ließ sie den „Dinosaurier“ nicht unwissend in der Küche zurück, sondern erklärte mir auch dieses angesagte Event: „Bei einer Babyparty wird mit der Schwangeren, der Familie, Freunden und Bekannten die bevorstehende Geburt eines Babys gefeiert.“ Da gäbe es Kuchen, Snacks, die passende Deko und lustige Spiele. Natürlich gehörten auch Geschenke dazu. Sie zum Beispiel habe ihrer schwangeren Freundin eine Windeltorte mitgebracht.
Aha. Wir haben damals immer erst gefeiert, wenn das Kind auf der Welt war. Hat den Vorteil, dass man als frischgebackene Mutti wenigsten mittrinken kann, es sei denn, der Nachwuchs ist noch nicht abgestillt. Aber man soll bekanntlich die Feste feiern, wie sie einem einfallen. Und ich habe mal wieder jede Menge gelernt: Das Leben der jungen Frauen ist ganz schön anstrengend. Vor allen Dingen an den Wochenenden!




























