Am vergangenen Wochenende standen die Jahresabschlussübungen der Dorstener Feuerwehr auf dem Plan. Die dabei eingesetzten Sirenen sorgten in der Altstadt und in Altendorf-Ulfkotte aber für Irritationen.
Auf Feuer, Sturm oder Unfälle ist die Dorstener Feuerwehr bestens vorbereitet – auf Unwetter in den sozialen Medien eher nicht. Wegen der eingesetzten Sirenen herrschte nämlich zunächst Rätselraten in den Stadtteilen. Die Kritik folgte online auf dem Fuße.
„Und warum konnte man den Alarm für die Altstadt nicht auch vorher ankündigen? In diesen Zeiten war es kein schönes Gefühl“, schrieb etwa eine Nutzerin und erhielt dafür viel Zuspruch. Eine andere Dorstenerin formulierte eine ähnliche Kritik: „In solchen Zeiten eine unangekündigte Übung? Uhrzeit ebenfalls unpassend. Kein Wunder, dass die Menschen einen Schrecken bekommen. Sehr uncool.“ Einige Nutzer betonten, dass die Sirenen vor allem Menschen mit Kriegserinnerungen belasten würden. Andere stellten den Sinn der akustischen Signale gleich ganz in Frage.
Bürgermeister nahm Feuerwehr in Schutz
Tobias Stockhoff nahm die Feuerwehrleute in Schutz. „In allen Ausarbeitungen der Katastrophen- und Feuerschutzbehörden wird deutlich betont und wissenschaftlich fundiert begründet, dass die Sirene die beste Rückfallebene für die Feuerwehralamierung ist“, schrieb er auf Facebook. „Es gibt 3 bzw. 4 Sirenenalarme. Alle gut zu unterscheiden. Das klappte jahrzehntelang bis in die 90er Jahre in Deutschland.“
Feueralarm muss nicht angekündigt werden
Einige Nutzer beklagten sich, dass die Sirenen nicht angekündigt waren. Tobias Stockhoff wies darauf hin, dass der Feueralarm (eine Minute Dauerton, zweimal unterbrochen) nicht angekündigt werden muss. „Die Feuerwehr Dorsten bzw. die Feuerwehren der Umgebung alarmieren normalerweise „still“ über s. g. Piepser/Funkmeldempfänger“, erklärte Stockhoff. „In besonderen Fällen (z. B. Ausfall der Funkmeldeempfänger, besonderer Einsatz, usw.) wird auch über Sirenen die Feuerwehr alarmiert. Dieses Signal hat nur eine Bedeutung für die Feuerwehr. In vielen Städten und Gemeinden wird bis heute bei jedem Feuerwehreinsatz so alarmiert.“
Signale am besten einprägen
Daher sei es wichtig, dass man sich die Sirenensignale einmal anschauen und einprägen würde. „Wer die Signale kennt, weiß, wann es eine Entwarnung ist oder ein Feueralarm. Und wann es um die Warnung der Bevölkerung geht“, so der Bürgermeister. „Und das haben Jahrzehnte unsere Eltern und Großeltern geschafft, ohne gleich nervös zu werden. Wir schaffen das auch… es ist keine Raketenwissenschaft.“
Zu einer Erklärung der verschiedenen Sirenen geht es hier
Wie man sich sonst auf einen Notfall vorbereiten kann, kann man sich hier ansehen:




























