StartGesundheitKKRN und Dorstener Krankenhaus sollen Großverband beitreten

KKRN und Dorstener Krankenhaus sollen Großverband beitreten

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Das Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus. Foto: Archiv

Auf die Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH (KKRN), zu der auch das Dorstener Krankenhaus gehört, kommt eine große Veränderung zu. Nach den Plänen beider Vorstände soll sie mit der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH zu einer einzigen Dachgesellschaft verschmelzen.

Beide katholischen Verbünde wollen sich in einer Holding-Struktur gemeinsam aufstellen. Zukünftig sollen sie zusammen die KERN Katholische Einrichtungen Ruhrgebiet Nord GmbH bilden. Noch muss allerdings das Kartellamt der Fusion von KKRN und St. Augustinus zustimmen.

Sollte der Zusammenschluss gelingen, würde die KERN über rund zwanzig spezialisierte Betriebsgesellschaften verfügen. Dazu gehören Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren, stationäre Einrichtungen der Seniorenhilfe, sowie Kindergärten und stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe. An über 30 Standorten arbeiten hier derzeit rund 7500 Menschen. Ziel sei es dabei, „vorhandene Stärken zu bündeln, diese zukunftsfähig auszubauen und im geschäftlich-operativen Bereich Synergien zu entwickeln und zu nutzen“, betont KKRN-Pressesprecherin Birgit Böhme-Lueg.

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„Lokale medizinische Versorgung stärken“

Propst Markus Pottbäcker, Vorsitzender des Verwaltungsrates der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, sieht ebenfalls viele Vorteile. „Der jetzt von uns eingeschlagene gemeinsame Weg schafft eine medizinische Versorgungs- und Qualitätsachse“, so Pottbäcker. Diese reiche dann vom Essener Norden über Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen bis in den Kreis Recklinghausen. Im Kreis betrifft es die Städte Dorsten, Haltern am See, Herten und Marl. Diese Achse solle „vor allem die vorhandenen Traditionen und die praktizierte Spitzenmedizin verbinden, weiterentwickeln und so die lokale medizinische Versorgung stärken“, so der Probst.

Propst Markus Pottbäcker. Foto: St. Augustinus

Wenn die jetzt noch ausstehenden kartellrechtlichen Prüfungen in den nächsten Wochen abgeschlossen sind, kann auch formal ein Kompetenzverbund entstehen. Damit würde die KERN im Bereich Medizin, Pflege und Pädagogik zu den größten Arbeitgebern in der Region Ruhrgebiet gehören.

„Wettbewerb um die besten Fachkräfte“

Den Startschuss für erste Gespräche lieferte auch die NRW-Krankenhausplanung, aber sie war nicht allein ausschlaggebend, wie Matthias Feller, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KKRN GmbH erklärt: „Unsere beiden Verbünde eint das Ziel, unseren Patientinnen und Patienten und den Menschen, die sich uns anvertrauen werden, weiterhin eine ortsnahe und qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten. Wir möchten uns auch zukünftig an christlichen Werten orientieren und uns als leistungsstarker, konfessioneller Träger auch im Wettbewerb um die besten Fachkräfte positionieren.“

Matthias Feller. Foto: KKRN

Die durch die Bildung der KERN Katholische Einrichtungen Ruhrgebiet Nord GmbH als gemeinsame Dachgesellschaft entstehende zukunftsfähige Qualität der Versorgung soll, strategisch gemeinsam gestaltet, vor allem einen spürbaren Versorgungsmehrwert durch ein breit aufgestelltes Leistungsspektrum ermöglichen. Die Zustimmung der beteiligten Bistümer Essen und Münster zum gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss wird erwartet.

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