StartDorstenPolitikUnzulänglichen Leistungen von Reinigungsfirmen in öffentlichen Gebäuden

Unzulänglichen Leistungen von Reinigungsfirmen in öffentlichen Gebäuden

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Die SPD-Fraktion stellt einen Antrag zur schrittweisen Wiedereinführung der Eigenreinigung städtischer Immobilien.

In dem Antrag der SPD-Fraktion Dorsten soll die Verwaltung prüfen, ob eine schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung bei städtischen Immobilien wie Schulen und Kindergärten möglich sei.

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Der Grund sei, dass sich Probleme im Bereich der Fremdreinigung in letzter Zeit erneut verschärft hätten und bereits seit vielen Jahren bekannt sei. Insbesondere die Reinigung in der Haldenwang-Schule hätte erneut gezeigt, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gebe.

Problematische Phasen

Vor Jahrhunderten sei Privatisierung der Reinigung als Sparmaßnahme beschlossen worden und war von Anfang an umstritten gewesen. Laut der SPD-Fraktion gab es zeitweise akzeptable Erfahrungen, jedoch wurden diese immer wieder von problematischen Phasen unterbrochen. Bereits vor zehn oder zwölf Jahren wurde von Seiten der Fraktion darauf hingewiesen, dass das Rathaus das einzige öffentliche Gebäude sei, das noch ordentlich gereinigt wurde, während Schulen und andere städtische Immobilien verkommen.

Schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung

Angesichts dieser Probleme sei es laut Friedhelm Fragemann, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, an der Zeit, die Möglichkeiten einer schrittweisen Wiedereinführung der Eigenreinigung zu prüfen. Dies soll icherstellen, dass städtische Immobilien wieder in einem sauberen Zustand sind. Er betont jedoch auch, dass die Probleme teilweise auf die Gewinnmaximierung zurückzuführen sind, die zu einer Arbeitsverdichtung bei den Reinigungsunternehmen geführt hat. Das Interesse der Stadt, eine bestmögliche Reinigung zu erzielen, konnte nur begrenzten Erfolg haben.

Personalmarkt ist leergefegt

Er weist darauf hin, dass das Problem dadurch verschärft werden, dass bei unzulänglichen Leistungen von Reinigungsfirmen Ersatz nur schwer realisiert werden könne, da der Personalmarkt leergefegt sei. Dies sei bei den unattraktiven Arbeitszeiten, bei gleichzeitig niedrigem Lohn – und vor dem Hintergrund von teilweise exorbitant steigenden Lebenshaltungskosten – nicht verwunderlich.

Fragemann weist darauf hin, dass das Problem durch den leergefegten Personalmarkt verschärft werde. Bei unzulänglichen Leistungen von Reinigungsfirmen sei Ersatz nur schwer zu realisieren, da der Personalmarkt leergefegt sei. Dies sei bei den unattraktiven Arbeitszeiten, bei gleichzeitig niedrigem Lohn und vor dem Hintergrund von teilweise exorbitant steigenden Lebenshaltungskosten nicht verwunderlich. „Uns ist ebenso bewusst, dass das Vergabewesen Bedingungen beinhaltet, die die flexible Handhabung der Problematik und schnelle Reaktionen verhindern. Hinzu tritt das Problem langfristig vertraglicher Bindungen und die Tatsache, dass nicht unbedingt die Reinigungsfirmen, mit denen in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht wurden, noch zur Verfügung stehen“ ergänzt Fragemann.

Erhöhte Personalkosten

Von daher sollte eine schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung geprüft werden, die der Stadt zumindest einen direkten Zugriff auf die Reinigungskräfte und eine unmittelbare Kontrolle der Arbeit ermöglichen. Eine solche Maßnahme würde zwar erhöhte Personalkosten bedeuten und bedarf im Übrigen eines längeren Vorlaufs, hätte aber am Ende mit Sicherheit ein besseres Reinigungsergebnis zur Folge. Außerdem würden Aufwendungen in anderen Bereichen geringer, so beim Vergabewesen und Beschwerdemanagement.

Mit diesem Thema wird sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung beschäftigen.

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