Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Auf der Wildpferdebahn
Im Merfelder Bruch, wenige Kilometer westlich von Dülmen, kann man sie live und im Galopp erleben: Die knapp 400 Mähnen zählende Wildpferdeherde, deren vierhufige Vorfahren bereits anno 1316 erstmalig urkundlich erwähnt wurden. Die VHS Dorsten bietet regelmäßig in ihrem Programm eine empfehlenswerte Exkursion zu dieser auf dem europäischen Kontinent einzigen verbliebenen Wildpferdebahn an. Logo, dass auch unsere Familie sich mit Kind und Kegel auf den Weg machte.
Ein aufregendes Erlebnis
Bei regenschwangerem Wolkenhimmel führt Försterin Friederike Rövekamp unsere Exkursionsgruppe direkt auf die Wildpferdebahn, auf der die Pferde friedlich grasen. Offensichtlich scheuen die hübschen Tiere Besuchergruppen nicht, denn je länger die fachkundige Försterin uns spannende Geschichte über Leben und Eigenarten der Wildpferde erzählt, desto näher rücken sie an uns heran, bis wir fast „umzingelt“ sind. Ein aufregendes Erlebnis, so nah dran zu sein. Besonders die Kinder genießen dieses Abenteuer, das die Eltern gerne mit ihren fotografierenden Handys festhalten.
So lernen auch Gruppen voneinander
„Ihr müsst euch das so vorstellen“, wendet sich Frau Försterin an die jungen Besucherinnen und Besucher, „in der Herde gibt es einzelne Klassen. Alle Schüler trotten brav hinter ihrer Lehrerin her.“ Zum Beweis deutet sie auf eine kleine Gruppe, in der die Pferde hintereinander, in Reih und Glied, ihrer voranlaufenden „Lehrerin“ folgen. „So lernen auch die Gruppen voneinander“, fährt Friederike Rövekamp fort, „die Schlausten zum Beispiel suchen bei Regen als Erste den Weg unter das schützende Blätterdach der Bäume. Die Dümmsten checken es dann irgendwann auch und ziehen als Letzte nach.“
Es kann kein Zufall sein, dass just in diesem Moment, die dicken Regenwolken, die sich über uns zusammengebraut haben, plötzlich aufbrechen. Und während sich die Wildpferde schon längst in den trockenen Wald geflüchtet haben, harren wir Zweibeiner standhaft bis zum Ende des Vortrages in tropfnassen Regenjacken aus und versinken tiefer und tiefer im schlammigen Wiesengrund.
Da erübrigt sich die Frage, wer an diesem Tag wohl die Dümmsten im Reservat gewesen sind.




























