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#42 Glosse Anke Klapsing-Reich

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Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich

Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Frauentreffen

Als wir durch Berufstätigkeiten, Heiraten und Familiengründungen querbeet im Land NRW neue Wurzeln schlugen, verabredeten wir Freundinnen, uns mindestens einmal im Jahr zu einem Frauen-Wochenende zu treffen. Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre wir diese Tradition schon mit großer Freude pflegen, ich weiß aber, dass sie bis zum heutigen Tag für jede Teilnehmende eine liebe Verpflichtung ist.

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Zwar ist unsere Gruppe von den einst Glorreichen Sieben durch die Unbilden, die ein Menschenleben so mit sich bringt, zu einem Vier-Musketier-Quartett geschrumpft, und auch die Verweildauer der feucht-fröhlichen Verlustigung verkürzt sich stets im Einklang mit den fortschreitenden altersbedingten Verschleißerscheinungen, aber beim Abschied freuen wir uns immer wieder schon auf das vertraute Beisammensein im nächsten Jahr.

Ärger über den blöden Chef

Anfangs war es der Ärger über den blöden Chef oder die zickige Kollegin, die für hitzige Debatten am reich gedeckten Tisch sorgten. Kollektive Solidaritätsbekundungen trösteten bei Klagen über nervige Hausarbeit, uneinsichtige Ehemänner und erziehungsresistente Kinder. Zuhören, Dasein und Beistand leisten, halfen bei existenziellen Problemen und tiefgreifenden Verlusten.

Mittlerweile beschäftigen uns die Herausforderungen des letzten Lebensdrittels: Wann gehe ich in den Ruhestand? Kann man von der Rente leben? Wie wohnt man im Alter? Hier knirscht schon mal ein Gelenk und da sodbrennt der Magen: „Nein danke, keinen Rotwein. Den vertrag ich neuerdings nicht mehr. Und bitte keinen Nachschlag, mit vollem Magen schlafe ich so schlecht. Apropos schlafen: Eigentlich bin ich schon todmüde, ich glaub, ich muss ins Bett …“

Zum Abschied nach dem Frühstück am folgenden Morgen dann wie immer das traditionelle Gruppenfoto mit Selbstauslöser. Okay, der Zahn der Zeit hat im Laufe der Jahre natürlich auch an uns genagt. Aber das wonnige Lachen eines „Wohlfühl-Wochenendes unter Freundinnen“ ist geblieben.

Danke, Ihr Lieben, freu mich schon aufs nächste Mal!

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