Wie will ich in Zukunft wohnen? Eine Antwort darauf möchte die Lebenshilfe Dorsten in ihrem Projekt „Wie wollen WIR wohnen?“ finden. Dabei sind alle Dorstener zum Mitmachen eingeladen.
„Für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen ist diese eine besondere Frage. Aber nicht nur für sie“, erklärt Carina Huick, die sich bei der Lebenshilfe unter anderem als Teilhabeberaterin einsetzt. Insbesondere die Corona-Pandemie habe viele Menschen über ihre Wohnung und ihr Wohnumfeld nachdenken lassen. Viel Zeit wurde in den eigenen vier Wänden verbracht und der ein oder andere habe sich zeitweise einsam gefühlt. „Ein Zuhause ist mehr als ein Dusch- und Schlafplatz“, betont Huick. „Es bietet Geborgenheit, Sicherheit und Raum zur Entfaltung. Wohnen ist ein existentielles Bedürfnis und zwar für alle Menschen.“
Insbesondere für junge Menschen mit Behinderung hat die eigene Zukunftsplanung und der Wunsch nach Selbstbestimmung eine große Bedeutung. Die bestehenden Möglichkeiten im Bereich „Wohnen“ sind allerdings an vielen Stellen begrenzt. „Das treibt uns an, Wohnen neu und unkonventionell zu denken, sowohl in sozialer als auch gestalterischer Hinsicht“, erklärt Carina Huick. „Wir wollen das Zusammenwohnen weiterentwickeln! Das Wohnen 2.0 ist unsere Zukunftsvision.“
Wie funktioniert das Wohnen 2.0?
Das Projekt löst sich von den Grundideen aller bestehenden Angebote, z.B. von der besonderen Wohnform (umgangssprachlich „Wohnheim“ genannt). „Ziel ist es, gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen und der angrenzenden Nachbarschaft, etwas ganz Neues zu erschaffen“, erklärt Carina Huick.
Die Aktion Mensch fördert das Projekt über den gesamten Zeitraum von fünf Jahren. Das Ziel ist es, am Ende ein gemeinschaftlich entwickeltes Konzept für ein „zukünftiges Wohnen“ zu präsentieren.
Dabei geht es um zentrale Fragen. Wie kann eine Alternative aussehen? Welche Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt? Wie kann ein Miteinander entstehen? Welche Barrieren müssen aus dem Weg geräumt werden? Was macht ein Zuhause aus? Um Antworten zu finden und eine gemeinsame Idee zu gestalten, lädt die Lebenshilfe alle interessierten Menschen aus Dorsten zum Mitmachen ein.
Gewinnspiel: Neues Logo gesucht
Schon zu Beginn steht eine Mitmachaktion. „Um dem einmaligen Projekt ein „Gesicht“ zu geben, brauchen wir ein Logo“, so Carina Huick. „Etwas, das uns über die ganze Zeit begleitet. Deshalb sind alle kreativen Köpfe in Dorsten gefordert.“ Bis Ende Juni sammelt das Projektteam Logo-Ideen im Rahmen eines Kreativwettbewerbs. „Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen“, verspricht Huick.
Um den Start des Projektes zu feiern und in den Dialog zu kommen, ist eine Auftaktveranstaltung am 5. August geplant. Für Fragen und Anregungen steht Carina Huick zur Verfügung ([email protected], Lebenshilfe Center, Suitbertusstr. 14, 46282 Dorsten, Tel: 02362/201045).




























