Die Lippebrücke Hervest, Buerer Straße (K32), steht vor einer notwendigen Erneuerung. In der Zwischenzeit wird eine temporäre Behelfsbrücke auf den vorhandenen Stützen errichtet, um den Verkehr aufrechtzuerhalten. Nun wird sie komplett gesperrt.
Ab Montag, dem 31. Juli, ist die Brücke für den Fahrzeugverkehr, der bereits seit dem 18. Juli gesperrt ist, auch für Radfahrer und Fußgänger nicht mehr zugänglich.
Die Umleitung für den Fahrzeugverkehr erfolgt über die Hervester Straße (L608). Radfahrer und Fußgänger können als Umleitung den Hammer Weg nutzen. Hier können sie die Lippe an den Rückhaltebecken überqueren und dann über die Wasserstraße / Ellerbruchstraße zur Dorfstraße gelangen. Diese Umleitungsstrecken werden entsprechend beschildert sein.
Die Fertigstellung der Behelfsbrücke ist derzeit für Anfang 2024 geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird der Verkehr wieder wie gewohnt über die neue Brücke fließen können.
Hintergrund: Lippebrücke Hervest ist fast 100 Jahre alt
Dass die Lippebrücke saniert werden muss, hatte der Kreis bereits bei einer Hauptprüfung im November 2018 feststellen müssen. Das Bauwerk erhielt gerade einmal die Zustandsnote 3,8. Der Gutachter veranlasste sofort akute Notmaßnahmen. So sichern Notstapel etwa die Lager der Brücken-Nordseite. Durch die engmaschige Kontrolle durch den Kreis und ein erneutes Gutachten zeigte sich, dass sich der Zustand der Brücke schneller verschlechterte als vom Fachbüro prognostiziert.
Eine vollständige Sanierung der Brücke ist nicht möglich. Mit Beschluss des Kreistages aus Juli 2020 erhielt die Kreisverwaltung den Auftrag, den Ersatzneubau der Brückenbauwerks zu planen und ausführen. In der Sitzung des Kreistages im September 2021 entschied der Kreistag, dass eine Behelfsbrücke auf den bestehenden Pfeilern der Brücke bis zu ihrem kompletten Neubau umgesetzt werden soll. Die Bauarbeiten sollten aber frühestens mit Fertigstellung der Lippebrücke in Datteln-Ahsen beginnen, um nicht gleich zwei Lippe-Querungen parallel für den Verkehr zu sperren.
Die Stahlbrücke in Hervest stammt aus dem Jahr 1926. Die letzte Sanierung erfolgte in den 90er Jahren.




























