StartNatur und GartenBioblitz im September: Schmetterlinge in Dorsten entdecken

Bioblitz im September: Schmetterlinge in Dorsten entdecken

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Mit offenen Augen durch die Natur, dabei einheimische Pflanzen- und Tierarten entdecken und per App melden – darum geht es beim Bioblitz 2023. Aktuell im Fokus sind Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter.

Auch wenn die Faltersaison schon etwas früher beginnt, so eignet sich der September besonders gut für die Beobachtung der tagaktiven Schmetterlinge. Wenige Arten wie der Kleine Feuerfalter lassen bereits im März ihre erste Generation fliegen. Mittlerweile sind die Generationen drei und vier auf den Wiesen und Feldern unterwegs.

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Viele Schmetterlinge vom Aussterben bedroht

„Viele Tagfalterarten sind vom Aussterben bedroht, da ihr natürlicher Lebensraum zurückgeht. Die Zerstörung von verbindenden Strukturelementen in der Landschaft, die Intensivierung der Landwirtschaft, Klimaveränderungen und der Einsatz von Pestiziden begünstigen diesen Trend“, erklärt Lisa Ellenberger von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen.

Zum Schutz der Tagfalter ist es wichtig, ihr Nahrungsangebot zu verbessern. Das ist zum Beispiel möglich durch Sähen der Saatgutmischung, die der Kreis jährlich kostenlos anbietet. Zudem muss man ihre Lebensräume zu erhalten, zu pflegen und wiederherzustellen. Tagfalter sind vor allem von heimischen Wildpflanzen abhängig. Sie haben einen großen ökologischen Nutzen als Bestäuber. Beispielsweise können auch Wegränder, naturnahe Parks und Gärten den Faltern als Rückzugsort dienen.

„Um die Falter bestmöglich zu schützen, ist eine Beobachtung der Populationsdynamik enorm wichtig“, erklärt Ellenberger. Denn auf Grundlage dieser Ergebnisse könnten künftig Schutzmaßnahmen zum Wohl der Schmetterlinge entwickelt werden.

Teilnahme mit Smartphone und App

Deshalb ruft Observation.org mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde und der Biologischen Station Kreis Recklinghausen e.V. dazu auf, beim Bioblitz 2023 mitzumachen. Zur Teilnahme sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Ein Smartphone sowie ein Nutzeraccount in der App „ObsIdentify“ reichen aus, um die Tiere oder Pflanzen festzuhalten. Den Scan erledigt die App von alleine. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sind eingeladen, ihren Kreisen und Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen.

Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende Artengruppen erfahren möchte, kann auch die Hilfe von Naturschutzvereinen oder Exkursionsangebote der Biologischen Stationen wahrnehmen.

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