Es ist schon eine kleine Tradition: Mitglieder des Dorstener Kunstvereins und des Kunstvereins „virtuell-visuell“ schmücken das Bürgermeisterbüro mit ihren Werken. Derzeit stellt Irmgard Krauel ihre farbenfrohen Bilder dort aus.
Irmgard Krauel hat eine Vorliebe für Reisen in den Süden. Diese Vorliebe spiegelt sich in dem Gemälde wider, das nun seinen Platz im Büro von Bürgermeister Tobias Stockhoff gefunden hat. Es zeigt eine malerische Straßenszene, die an Südfrankreich oder Spanien erinnert. Die tief stehende Sonne taucht die linke Seite der Häuserreihe in Schatten, während die Fassaden auf der rechten Seite vom einfallenden Licht erhellt werden und in strahlenden Farben erstrahlen. Die Hitze auf der Straße scheint förmlich zu flirren, fast wie ein kleiner, schimmernder Bach. Bürgermeister Stockhoff hat dieses Bild bewusst für sein Büro ausgewählt. Er sagt: „Das Motiv ist wunderschön, die Farben sind lebendig und inspirierend.“
Im Halbjahrestakt haben Mitglieder des Dorstener Kunstvereins und des Kunstvereins „virtuell-visuell“ die Gelegenheit, in den Büros der „Chefetage“ im Dorstener Rathaus eine Auswahl ihrer Werke auszustellen. Derzeit sind dort Gemälde von Irmgard Krauel zu bewundern.
Vor 30 Jahren die Malerei entdeckt
Irmgard Krauel hat vor mehr als 30 Jahren ihre Leidenschaft für die Malerei entdeckt, insbesondere die Acrylmalerei und verschiedene Mischtechniken. Ihre Inspiration fand sie während Ausbildungen und Seminaren bei verschiedenen renommierten Künstlern. Dazu kommen zahlreichen Kunstreisen, die Irmgard Krauel in Länder wie Südafrika, die USA, die Türkei und viele europäische Staaten geführt haben. Im Laufe der Jahre hat sie ihre Werke an verschiedenen Orten ausgestellt, sowohl in Einzelausstellungen als auch gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.
Ein Paket in der Wüste
Ihre Motive sind äußerst vielfältig, sowohl gegenständlich als auch abstrakt. Der „rote Faden“ in der Kunst von Irmgard Krauel ist die intensive Nutzung von Farben, die sie auf beeindruckende Weise einsetzt, um Stimmungen zu erzeugen. Oft werden Teilbereiche ihrer Werke monochrom gehalten, und eine einzelne Farbe dominiert das Motiv in verschiedenen Nuancen.
Als Beispiel sei der Blick auf den Triumphbogen in Paris genannt, der von dem Verpackungskünstler Christo verhüllt wurde. Das leuchtend helle Verpackungsmaterial, das den Arc de Triomphe in Silhouette verwandelt, hebt sich kontrastreich vor einem tiefblauen Himmel ab, während der Hintergrund in einem sandigen Grau-Beige gehalten ist. Es wirkt, als hätte jemand unabsichtlich ein Paket in der Wüste verloren…
Die Ausstellung im Büro des Bürgermeisters wird für einen Zeitraum von sechs Monaten zu bewundern sein.




























