Das Telefon klingelt und eine Computerstimme erklärt, der Angerufene würde in Kürze mehrere hundert Euro bei PayPal überweisen. Die Verbraucherzentrale rät dringend: Auflegen! Es handelt sich um eine neue Betrugsmasche.
Die Betrugsmethode ähnelt der von Phishing-Mails. Kriminelle wählen willkürlich Telefonnummern aus und setzen ihre Täuschung ein. Selbst Personen ohne aktives PayPal-Konto können Opfer solcher Betrugsanrufe werden. Beachten Sie jedoch, dass PayPal mehr als 30 Millionen aktive Nutzer hat, was die Wahrscheinlichkeit eines Anrufs erhöht. Die Betrüger erhalten die Telefonnummern aus öffentlichen Verzeichnissen oder früheren Datenlecks von verschiedenen Unternehmen, möglicherweise wurden die Nummern auch weiterverkauft.
Angeblich stehe eine hohe Überweisung direkt bevor
Während des Anrufs erklärt eine automatisierte weibliche Stimme, dass eine vermeintliche Zahlung von mehreren hundert Euro über PayPal veranlasst wurde. Um diese Zahlung zu stoppen, soll der Angerufene eine bestimmte Taste drücken.
Wenn die Betroffenen die genannte Taste drücken, werden sie mit einem weiteren Betrüger verbunden. Dieser fordert dazu auf, eine Anwendung namens „AnyDesk Remote“ herunterzuladen. Opfer dieser Masche erhalten die Aufforderung, den Zugriff für den Betrüger zu ermöglichen. Die betrügerische Masche geht noch weiter: Um die vermeintliche Rückzahlung zu erhalten, fordern die Täter die Betroffenen auf, Guthabenkarten im entsprechenden Betrag zu erwerben. Mit Hilfe der Anwendung können die Betrüger dann die Codes der Guthabenkarten sehen und selbst einlösen. Es handelt sich hierbei um eine besonders hinterlistige und dreiste Vorgehensweise.
Verbraucher sollten sofort auflegen
In Fällen von dieser neuen PayPal-Betrugsmasche wird Verbrauchern dringend geraten, sofort aufzulegen und den Anweisungen der Computerstimme nicht zu folgen. Als nächsten Schritt sollten sie sich in ihr PayPal-Konto einloggen und überprüfen, ob eine Zahlungsanweisung für einen hohen Betrag vorliegt. „Falls ja, sollten Sie über die offizielle App oder die Webseite direkt den echten PayPal-Kundenservice kontaktieren!“, empfiehlt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website.




























