„Ich hätte nie gedacht, dass ich noch einmal ein ganzes Buch schreiben würde, das in der Tintenwelt spielt“, erzählt Cornelia Funke. Und doch hat sie es getan: Mit „Die Farbe der Rache“ ist nun der vierte Teil der Saga erschienen, mit der die aus Dorsten stammende Autorin ein Weltpublikum gewonnen hatte.
Eigentlich galt die Trilogie rund um den magisch begabten Buchbinder Mo und seine Tochter Meggie abgeschlossen. Was vor 20 Jahren mit dem ersten Roman „Tintenherz“ begann, hat sich mittlerweile zu einem riesigen Erfolg für die 65-jährige Autorin entwickelt. Millionenfach verkauften sich die Bücher, und Cornelia Funke wurde mit vielen Preisen geehrt. Hörbücher und Verfilmungen folgten.
Staubfinger erlebt neue Abenteuer
Nun ist der neueste Band der Reihe erschienen. Funke, die zunächst in den USA und nun in der Toskana lebt und arbeitet, setzt in „Die Farbe der Rache“ die Geschichte des Feuerspuckers Staubfinger fort.
Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in „Tintentod“ vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Der Grund: Orpheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.
Für Cornelia Funke begann es mit einer Kurzgeschichte
„Seit ich die Tintenbücher schrieb, wollte ich eins über den Schwarzen Prinzen schreiben und über seine Freundschaft mit Staubfinger“, erklärt Cornelia Funke. Die Autorin hatte schon oft betont, dass ihre Romanfiguren für sie oft ein Eigenleben entwickelten. So sei es auch dieses Mal gewesen. Alles habe mit einer Kurzgeschichte vor einiger Zeit begonnen. „Ich schrieb etwas über Orpheus — wenn ich mich recht erinnere, für meinen britischen Verleger. Und als ich die Geschichte fertig hatte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass da wohl Dinge geschehen werden, über die ich werde schreiben müssen.“
Das Buch ist nun fertig und im Dressler Verlag erschienen. Die 352 Seiten kosten 23 Euro. Ein Hörbuch und ein eBook sind ebenfalls erhältlich.




























