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Kranzniederlegung am Jüdischen Museum Dorsten

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Museumsleiterin Dr. Pieren und Bürgermeister Stockhoff bei der Kranzniederlegung. Foto: Alexander Fichtner

Im Garten des Jüdischen Museums versammelten sich gestern am 9. November etwa 100 Dorstener Bürger zur Kranzniederlegung, um gemeinsam den Opfern der Reichspogromnacht von 1938 zu gedenken.

Die Kranzniederlegung begann um 17 Uhr, im Laufe des Tages hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, eine Kerze zu entzünden oder einen Kranz niederzulegen.

An die 100 Dorstener versammelten sich im Garten. Foto: Alexander Fichtner

Dr. Kathrin Pieren, die Leiterin des Museums, begrüßte die Anwesenden und eröffnete die Kranzniederlegung. In ihrer bewegenden Rede zitierte sie lokale historische Zeitungsartikel zu den schrecklichen Ereignissen vom 9. November 1938. Bereits damals zeichnete sich eine Verfälschung der Tatsachen ab. Dr. Pieren wies darauf hin, dass Fake News auch schon damals ein Problem waren. Sie betonte: „Wir wünschen uns heute, wir hätten es nie so weit kommen lassen.“

Foto: Alexander Fichtner

Appell zur Kranzniederlegung

Die Museumsleiterin appellierte an die Bürgerinnen und Bürger. Sie sollten ihre Augen und Ohren offen zu halten und sich gegen Antisemitismus und jegliche Form der Diskriminierung zu engagieren. Dabei verurteilte sie auch die barbarischen Angriffe der Hamas gegen Israel, bei denen 1400 Menschen brutal getötet wurden.

Viele Bürger zeigen ihr Mitgefühl. Foto: Alexander Fichtner

Dr. Pieren machte bei der Kranzniederlegung darauf aufmerksam, dass soziale Medien wie TikTok und Instagram solche Verbrechen direkt in die Wohn- und Kinderzimmer der Menschen tragen. Ihre Rede endete mit einer Schweigeminute zum Gedenken an den 9. November sowie den Angriff auf Israel und die Entführung der noch immer verschleppten Geiseln durch die Hamas.

Foto: Alexander Fichtner

Nach der Schweigeminute sprach Bürgermeister Tobias Stockhoff bei der Kranzniederlegung, der sich über die zahlreiche Teilnahme an diesem Abend freute. Er betonte die Bedeutung des Engagements für Menschenwürde und gegen Ausgrenzung und Rassismus. Stockhoff sagte: „Ich bin froh und dankbar für das Engagement hier in Dorsten.“ Zum Abschluss ging eine Spendendose durch die Reihen, um das bürgerschaftlich getragene Riga Komitee zu unterstützen.

Foto: Alexander Fichtner

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