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Tele-Notarzt: Neues System in Rettungswagen eingeführt

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Im kommenden Jahr können Rettungswagenbesatzungen im Münsterland bei Bedarf ärztliche Unterstützung über die neu eingerichtete Tele-Notarzt-Zentrale in Münster erhalten. Dank digitaler Verbindung können Kameras und Übertragungsgeräte während der Fahrt zu jedem Notfall mitgenommen und störungsfrei betrieben werden.

Die Rettungsdienste der Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster haben gemeinsam den Auftrag für die erforderliche Digitaltechnik vergeben.

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Die Firma Umlaut Telehealthcare wird mehr als 150 Rettungswagen der Region sowie die neue Zentrale in der Leitstelle der Feuerwehr Münster mit der notwendigen Ausstattung versehen. Das Unternehmen setzte sich in einem europaweiten Wettbewerb durch. Es konnte die Rettungsdienste im Münsterland durch kontinuierliche Verbesserungen an der bewährten Technik sowie leistungsstärkere und kompaktere Geräte überzeugen. Der Aufbau der Tele-Notarzt-Zentrale in Münster und die Ausstattung der ersten Rettungswagen sollen bis Ostern 2024 abgeschlossen sein.

Notarzt unterstützt die Notfallsanitäter schon vor seinem Eintreffen

Die Erfahrungen zeigen, dass telemedizinische Hilfe die Notfallversorgung verbessern kann, ohne dass zwingend ein Notarzt physisch anwesend sein muss. In vielen Situationen kann die Besatzung des Rettungswagens eigenständig tätig werden. Bei Fragen oder Schwierigkeiten können die Notfallsanitäter per Videotelefonie Kontakt mit der Tele-Notarzt-Zentrale aufnehmen. Durch Live-Bilder und die digitale Übertragung relevanter medizinischer Daten ist eine erste Einschätzung aus der Ferne möglich, noch bevor notärztliche Hilfe am Einsatzort eintrifft. Dies trägt dazu bei, die medizinische Versorgung in vielen Fällen erheblich zu verbessern.

Erste Erfahrungen gesammelt

Bereits seit einigen Jahren sind im Kreis Borken Rettungswagen mit der Tele-Notarzt-Zentrale in Aachen verbunden, und auch die Stadt Münster hat bereits Erfahrungen mit dem Betrieb einer solchen Zentrale gesammelt. Das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen treibt derzeit flächendeckend in allen Regionen des Landes den Aufbau von Tele-Notarzt-Zentralen voran. Durch die enge Zusammenarbeit der Stadt Münster mit den Kreisen Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf entsteht ein Rettungsdienst-Netzwerk, von dem im Notfall mehr als zwei Millionen Menschen in der Region profitieren können.

Wie das System im Einsatz aussieht, kann man sich in einem Video der Malteser Aachen ansehen:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

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