Unter Begleitung lauter Musik und bewaffnet mit einem improvisierten „Rammbock“ drangen die Narren aus Dorsten in das Alte Rathaus ein. Doch Bürgermeister Tobias Stockhoff wollte den Schlüssel nicht ohne Weiteres herausgeben.
Es ist eine langjährige Tradition, dass die Narren aus Dorsten einmal im Jahr symbolisch die Kontrolle über das Rathaus übernehmen. Am Donnerstag war es wieder so weit. Um Punkt 11:11 Uhr begannen die Karnevalisten ihren fröhlichen Ansturm auf das Alte Rathaus am Marktplatz. Mit Rudolf Haller, dem Leiter des Dorstener Festkomitees, als Unterstützung, führte das Stadtprinzenpaar Stefan und Sonja Muth die aufgeregte Menge an.
Köpfchen brachte den Einlass, nicht der Rammbock
Nachdem das Prinzenpaar mit einem aufblasbaren „Rammbock“ an einem Fenster Aufmerksamkeit erregt hatte, trat der Bürgermeister persönlich auf den Plan. „Wer wagt es, Einlass zu begehren?“ fragte Tobias Stockhoff und zeigte sich entschlossen, den Stadtschlüssel nicht kampflos zu übergeben. Bevor er seine Niederlage eingestand, stellte er die Tollitäten jedoch auf die Probe, indem er sie mit Fragen zur Stadtgeschichte und dem Leben in Dorsten konfrontierte.

Die waren ganz schön kniffelig. War es Roberto Blanco, der einst auf der Wulfener Woche sang, oder eher Roy Black? Welche Namens-Zwillinge arbeiten bei der Stadtverwaltung? Und welche Stadt ist keine Partnerstadt von Dorsten? Mit etwas Hilfe konnten die Narren die Aufgabe schließlich meistern. Der Bürgermeister musste sich ergeben – und bekam noch am Fenster die Krawatte gekürzt.

Nun öffnete der entmachtete Bürgermeister die Tore des Alten Rathauses. Sogleich strömten die fröhlichen Narren ins Alte Rathaus, wo sie mit einer kleinen Erfrischung belohnt wurden.
Doch die neuen Herrscher meinten es nur gut mit dem Bürgermeister. Frisch gestärkt, luden sie ihn noch zu einer kleinen Polonaise über den Marktplatz ein. Dann ging es schon weiter für die fröhliche Schar, die an diesem Tage noch einige Termine zu meistern hatte.





























