Die Partnerschaft zwischen der Fudooka High School und der Neuen Schule Dorsten besteht bereits seit einigen Jahren. Aufgrund der Pandemie und des Konflikts in der Ukraine war ein Besuch in den letzten Jahren leider nicht möglich. Umso erfreulicher war es, dass der Besuch nun wieder stattfinden konnte und wertvolle Einblicke für beide Seiten ermöglichte.
Die Fudooka High School ist mit einer fast 140-jährigen Geschichte die älteste Sekundarschule in der Präfektur Saitama auf der japanischen Hauptinsel. Sie ist in der Stadt Kazo beheimatet, die rund anderthalb Stunden Autofahrt von der Metropole Tokio entfernt ist. Mit der Begleitung von zwei Lehrkräften reisten 22 Schüler nun aus Japan nach Dorsten. Benjamin Huth und Nurcan Kurucay sind Lehrkräfte an der Neuen Schule und zuständig für den UNESCO-Bereich. Sie organisierten gemeinsam mit dem Förderverein der Schule ein Besuchsprogramm für die Jugendlichen beider Schulen.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken
Während einer Führung durch die Schule konnten die japanischen Gäste bereits erste Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Schulen in ihren Heimatländern feststellen. Die gemeinsame Sprache der Schüler war Englisch. Dabei präsentierten sich die Schüler in informativen Vorträgen gegenseitig und tauschten Wissenswertes über die japanische und deutsche Kultur aus. Zum Beispiel lernten die deutschen Schüler etwas über Origami, die Kunst des Papierfaltens, und konnten diese gleich erfolgreich ausprobieren, angeleitet von den japanischen Gästen. Anschließend genossen alle ein gemeinsames Essen in der Schulmensa, das von Helmut Rode, dem Vorsitzenden des Fördervereins, vorbereitet worden war.

Später nahmen die Schüler an drei Workshops teil, darunter eine digitale Schnitzeljagd durch die Schule, das Basteln von Armbändern und das Anfertigen eines großen Stoffbanners mit den Nachhaltigkeitszielen der UNESCO, denen sich die Neue Schule als Projektschule verpflichtet fühlt.
Benjamin Huth und Nina Bastian, die didaktische Leiterin der Schule, hatten die Jugendlichen gemeinsam mit Erdogan Özel, einem Englisch-Lehrer an der Neuen Schule Dorsten, gut auf den Besuch und die sprachliche Herausforderung vorbereitet. Alle Jugendlichen nahmen mit viel Engagement und guter Laune daran teil. Am Ende fiel es ihnen schwer, sich voneinander zu trennen, und alle hätten sich gewünscht, sich noch besser kennenzulernen.
Nächster japanischer Besuch erst in zwei Jahren
Die Schulgemeinschaft der Neuen Schule Dorsten freut sich bereits auf den nächsten Besuch der japanischen Gäste, der leider erst in zwei Jahren stattfinden wird. Um die lange Zeit zu überbrücken, sind gemeinsame digitale Projekte mit der Fudooka High School geplant, die dazu beitragen sollen, die große räumliche Entfernung zwischen den Schulen zu überwinden.




























