StartUmweltDie Meisen-Gourmets: Kleine Feinschmecker und Umweltschützer im Einsatz

Die Meisen-Gourmets: Kleine Feinschmecker und Umweltschützer im Einsatz

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©Petra Bosse

Die Gourmetküche der Meisen. Wer hätte gedacht, dass Meisen wahre Feinschmecker sind?

Diese kleinen Piepmätze füttern ihren Nachwuchs nämlich mit einer erlesenen Auswahl an Insekten und deren Larven. Auf dem Speiseplan stehen delikate Raupen, knackige Blattläuse, zarte Fliegen, schmackhafte Spinnen und saftige Käferlarven.

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Kulinarischen Vorlieben der Meisen

Die kulinarischen Vorlieben der Meisen sind nicht nur faszinierend, sondern auch unglaublich wichtig für unsere Umwelt. Diese kleinen Gourmets sind nämlich echte Helden, wenn es darum geht, die Insektenpopulation im Gleichgewicht zu halten. Besonders Raupen, die sich nur allzu gerne über unsere Gärten hermachen, stehen ganz oben auf ihrer Menükarte. Durch ihren unermüdlichen Einsatz helfen Meisen, Schädlinge in Schach zu halten und somit unsere Pflanzen und Bäume zu schützen.

Nistkasten für Meise
Große Fütterung. ©Petra Bosse

Meiseneltern ziehen ihre Jungvögel in einem recht kurzen, aber intensiven Zeitraum groß. Hier sind die wesentlichen Phasen und Zeiträume des Aufzuchtprozesses:

Brutzeit

  • Eiablage: Die Eiablage beginnt meist im April oder Mai. Eine Meise legt in der Regel zwischen 5 und 12 Eier.
  • Brutdauer: Die Brutzeit dauert etwa 12 bis 14 Tage. Während dieser Zeit wird das Gelege hauptsächlich vom Weibchen bebrütet.

Nestlingszeit

  • Schlupf der Küken: Nach dem Schlüpfen bleiben die Küken etwa 16 bis 22 Tage im Nest. In dieser Zeit werden sie intensiv von beiden Elternteilen gefüttert. Meiseneltern bringen den Küken täglich eine Vielzahl von Insekten, besonders Raupen, um deren schnelles Wachstum zu gewährleisten.

Ausflug

  • Nestverlassen: Die Jungvögel verlassen das Nest in der Regel im Alter von etwa 16 bis 22 Tagen. Dies ist die sogenannte „Ausflugszeit“.
  • Betreuung nach dem Ausflug: Auch nach dem Verlassen des Nests werden die Jungvögel noch einige Tage bis zu zwei Wochen von den Eltern gefüttert und betreut, bis sie selbstständig genug sind, um alleine Nahrung zu finden.

Insgesamt dauert die Zeit von der Eiablage bis zum vollständigen selbständigen Leben der Jungvögel etwa 5 bis 7 Wochen. Während dieser Zeit investieren die Meiseneltern viel Energie und Aufwand in die Aufzucht ihrer Nachkommen.

Meisen-Populationen: Stabil, aber bedroht durch Umweltveränderungen

Meisenarten wie die Kohlmeise und die Blaumeise sind derzeit nicht vom Aussterben bedroht und kommen häufig vor. Dennoch gibt es Faktoren, die ihre Bestände beeinflussen können: Lebensraumverlust durch Urbanisierung und Landwirtschaft, Nahrungsmangel wegen Insektensterbens, Klimawandel und Krankheiten wie das Usutu-Virus.

Um Meisen zu schützen, sollten Lebensräume erhalten, Nistkästen aufgehängt, Pestizide vermieden und naturnahe Gärten angelegt werden.

Wahre Umweltschützer

Also, das nächste Mal, wenn Sie eine Meise sehen, die mit einer dicken Raupe im Schnabel zu ihrem Nest fliegt, denken Sie daran: Sie haben es nicht nur mit einem begabten Elternvogel zu tun, sondern auch mit einem wahren Umweltschützer. Ein Hoch auf die kleinen Piepmätze und ihren unermüdlichen Einsatz für ein gesundes Ökosystem!

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