Die Stadt Dorsten nimmt am Sonntag, den 8. September, zum zweiten Mal am „Tag des offenen Denkmals“ teil. Ein abwechslungsreiches Programm bietet spannende Einblicke in historische Gebäude.
Seit 30 Jahren wird der „Tag des offenen Denkmals“ immer am zweiten Sonntag im September gefeiert. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“. Die Stadt Dorsten beteiligt sich erneut und bietet dabei Zugang zu geschichtsträchtigen Orten. Ann-Christin Schlierkamp aus dem Planungs- und Umweltamt hat das Programm mit vielen Partnern vorbereitet. Alle Veranstaltungen sind darüber hinaus kostenlos.
Besuch am Bürgerbahnhof
Der Bürgerbahnhof, ein zentrales Projekt des Stadterneuerungsprogramms „Wir machen MITte“, ist einer der Höhepunkte. Am Tag des offenen Denkmals werden von 11 bis 16 Uhr stündliche Führungen angeboten. Dabei erfahren Besucher Details zur Geschichte des Bahnhofs, der Umbauphase und der Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz. Auch Räume, die sonst nicht zugänglich sind, können sich die Besucher ansehen. Die Gastronomie „Speisesaal“ ist dabei geöffnet, und die Stadt Dorsten informiert an einem Infostand.
Um 14.30 Uhr hält Architektin Ann-Christin Schlierkamp einen Vortrag zum Denkmalschutz im Bürgerbahnhof. Themen sind Pflege und Sanierungen in Dorsten.
Zusätzlich werden die Eisenbahnfreunde „OnWheels e.V.“ um 13.30, 14.00 und 15.00 Uhr im Obergeschoss des Bürgerbahnhofs spannende Vorträge halten. Hier erfahren die Gäste mehr über die Geschichte des Bahnhofs, sowie die Vielfalt des früheren und heutigen Bahnbetriebs in Dorsten. Eine Ausstellung zahlreicher historischer Fotos wird ebenfalls zu sehen sein und lässt die Vergangenheit wiederaufleben.
Für eine angenehme Atmosphäre sorgt die Flötistin Margit Neese, die in der Gastronomie mit entspannter Background-Musik unterhält.

Denkmal-Radtour zu bekannten Wahrzeichen
Eine Denkmal-Radtour startet um 9 Uhr am Bürgerbahnhof. Die Strecke führt durch die Feldmark, Deuten und Holsterhausen und ist etwa 30 Kilometer lang. Auf dem Programm stehen unter anderem der Bahnhof Alt-Wulfen und die Herz-Jesu-Kirche in Deuten. Auch hier stehen dann Türen offen, die sonst verschlossen bleiben. Nach etwa vier Stunden endet die Tour wieder am Bürgerbahnhof. Eine Anmeldung ist per E-Mail an [email protected] erforderlich.
Wulfener Denkmal-Tour
Am Samstag, den 14. September, gibt es eine „Überraschende Wulfener Denkmal-Tour“. Diese führt durch Wulfen und Barkenberg und umfasst sowohl Radfahrten als auch Spaziergänge. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der St. Matthäus-Kirche in Alt-Wulfen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Tag des offenen Denkmals
Der Tag des offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert. Vor Ort beteiligen sich viele Denkmaleigentümer, Vereine und Initiativen. Bundesweit werden rund 5500 Denkmale geöffnet und 500 Touren angeboten.

„Ein Denkmal ist ein Kulturgut und soll im öffentlichen Interesse für die Zukunft bewahrt werden. Es gibt Zeugnis über vergangene Epochen und ist wichtig für unsere Kultur- und Stadtgeschichte. Der Tag des offenen Denkmals soll für dieses Erbe sensibilisieren, indem er die Besonderheiten alter Bauten und die Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmalpflege in den Blick der Öffentlichkeit rückt“, erklärt Ann-Christin Schlierkamp.
Über den folgenden Link können Interessierte eine App mit allen Veranstaltungen im Bundesgebiet in einer interaktiven Karte herunterladen: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/artikel/app
Denkmale in Dorsten
In Dorsten gibt es 110 Baudenkmäler. Denkmäler müssen nicht immer Gebäude sein. Auch Bodendenkmäler, Gartendenkmäler, bewegliche Denkmäler wie Skulpturen und Bilder sowie ganze Areale können unter Schutz stehen, wie zum Beispiel die Zechensiedlung in Hervest.
Auf einer Karte im Geodatenportal der Stadt sind alle Baudenkmäler rot markiert. Zu den meisten können zudem durch einen Klick auf diese Markierung Infos, Denkmalkarte und Fotos abgerufen werden.




























