Seit dem 2. September 2024 gibt es in Dorsten eine neue Gleichstellungsbeauftragte: Jacky Möller. Mit ihrer Energie und einem frischen Blick auf Gleichstellungsfragen übernimmt sie eine zentrale Rolle in der Stadt, um Diskriminierung abzubauen, Bewusstsein zu schaffen und für Chancengleichheit zu kämpfen. Ihre Arbeit ist facettenreich – und ihre Motivation spürbar.
Jacky Möller ist seit Juni 2023 in der Gleichstellungsstelle tätig. Damals begann sie als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte im Rahmen des FEMROCK-Projekts, das von der Stadt gemeinsam mit dem Treffpunkt Altstadt organisiert wurde. Schon in dieser Zeit konnte sie einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Aufgaben dieser Rolle gewinnen – und fühlte sich sofort angesprochen. Nun, ein Jahr später, übernimmt sie die volle Verantwortung als Gleichstellungsbeauftragte und ist fest entschlossen, wichtige Veränderungen voranzutreiben.
Gleichstellung in Aktion
Möllers Aufgabe geht weit über das bloße Umsetzen von Gesetzen hinaus. Sie steht für alle Mitarbeitenden der Stadt Dorsten als Ansprechpartnerin zur Verfügung, wenn es um Diskriminierung, Mobbing oder Gewalt geht. Doch ihre Arbeit hat auch präventiven Charakter: Sie achtet darauf, dass Gleichstellung in jedem Personalentscheidungsprozess mitgedacht wird. „Wir haben einen Gleichstellungsplan, der konkrete Ziele definiert. Es ist meine Aufgabe, sicherzustellen, dass diese auch umgesetzt werden“, erklärt sie.

Veranstaltungen als Sprachrohr für Gleichstellung
Ein besonderes Anliegen ist es Möller, die Themen Gleichstellung und Chancengleichheit durch öffentliche Veranstaltungen noch sichtbarer zu machen. Der Jahreskalender ist voll von wichtigen Aktionen: vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (Orange Day) im November bis hin zum Equal Pay Day und dem Weltfrauentag. Besonders stolz ist Möller auf ein bevorstehendes Projekt mit dem Frauenhaus Dorsten, das zum Orange Day starten soll und sich gegen häusliche Gewalt richtet. „Durch solche Aktionen können wir das Bewusstsein in der Bevölkerung schärfen“, sagt sie.
Aufklärung zu Cis-Männern, FLINTA* und Gendern
Ein weiteres wichtiges Thema ist für Jacky Möller ist die Aufklärungsarbeit rund um moderne Begriffe wie Cis-Männer und FLINTA* (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen). Sie weiß, dass viele Menschen mit diesen Begriffen Berührungsängste haben und möchte durch Veranstaltungen und Social Media mehr Transparenz und Akzeptanz schaffen. „Es geht darum, dass sich alle Menschen in unserer Gesellschaft wiederfinden können“, betont sie.
Herausforderungen und Widerstände für Jacky Möller
Auch wenn Gleichstellung für viele ein selbstverständliches Ziel sein sollte, begegnet Möller immer wieder Vorbehalten und Missverständnissen. „Einige Menschen verstehen nicht, warum Gendern oder Gleichstellungsarbeit notwendig sind“, sagt sie. Besonders Kinder und Jugendliche seien in ihrer Entwicklung stark von traditionellen Rollenbildern geprägt, was sie als Problem sieht. „Wir müssen diese Rollenbilder aufbrechen, damit die nächste Generation freier entscheiden kann, welchen Weg sie gehen möchte.“

Jacky Möller ein frischer Wind für Dorsten
Jacky Möller bringt eine vielseitige und unkonventionelle Biografie mit: Aufgewachsen in Dorsten, hat sie als Jahrgangsbeste ihr Abitur gemacht, Sozialpädagogik studiert und sogar einige Jahre im Zirkus gearbeitet. Seit sechs Jahren ist sie bei der Stadt Dorsten tätig, vorher war sie bei der AWO. Diese bunte Mischung aus Erfahrungen macht sie zu einer engagierten und kreativen Vordenkerin, die voller Tatendrang steckt.

Mit ihrem offenen Blick auf gesellschaftliche Themen und ihrer Leidenschaft für Gleichstellung ist Jacky Möller bereit, Dorsten in eine moderne und gerechte Zukunft zu führen – eine, in der alle Menschen die gleichen Chancen haben.




























