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Ehemalige Verschickungskinder und Höhner-Star treffen sich in Dorsten

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Am 28. September 2024 lädt der Verein Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e.V. (AKV-NRW e.V.) zum zweiten Begegnungstag der Verschickungskinder nach Dorsten ein. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr bekommt der Verein dieses Jahr Verstärkung von Höhner-Star Janus Fröhlich.

Am 28. September 2024 lädt der Verein Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e.V. (AKV-NRW e.V.) zum zweiten Begegnungstag der Verschickungskinder nach Dorsten ein. Menschen, die als Kinder zwischen 1950 und 1990 in Kurheime verschickt wurden, viele von ihnen aus oder nach Nordrhein-Westfalen, erhalten hier die Gelegenheit, sich auszutauschen, über ihre Erlebnisse zu sprechen und Unterstützung zu finden. Viele Betroffene leiden noch immer unter den traumatischen Folgen der damaligen gravierenden Übergriffe, die oftmals durch Schikane und Missbrauch geprägt waren.

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„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Ein besonderes Highlight des Tages wird der gemeinsame Auftritt des Ex-Höhner-Schlagzeugers Janus Fröhlich sein. Dieser wird zusammen mit den Teilnehmern Höhner-Klassiker „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ singen.

Fröhlich, der sich tief betroffen von den Schicksalen der Verschickungskinder zeigt, engagiert sich seit Kurzem als Botschafter für die Aufarbeitung der Kinderverschickungen. Er appelliert an die Verantwortlichen, sich ihrer Rolle zu stellen und den Betroffenen endlich die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen: „Es ist an der Zeit, das Unrecht aufzuarbeiten und Heilung zu ermöglichen“, so Fröhlich.

Das Treffen der ehemaligen Verschickungskinder im Treffpunkt Altstadt. Foto: Lichtrauter

Workshops und Gespräche

Neben dem musikalischen Programmpunkt erwartet die Besucher eine Vielzahl an Workshops und Möglichkeiten, sich mit anderen ehemaligen Verschickungskindern zu vernetzen. Themen wie Resilienz und die Suche nach den eigenen Wurzeln stehen im Mittelpunkt. Ziel des Begegnungstags ist es, den Betroffenen eine Stimme zu geben und gemeinsam für die weitere Aufarbeitung einzutreten.

Detlef Lichtrauter, Vorstandsvorsitzender des AKV-NRW e.V., macht deutlich: „Früher mussten wir schweigen, doch jetzt ist es an der Zeit, gehört zu werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Besonders dringlich ist die Forderung nach einer langfristigen Förderung des Bürgerforschungsprojekts des Vereins, dessen Finanzierung Anfang 2026 ausläuft. Ohne eine klare Perspektive droht der Aufarbeitungsprozess ins Stocken zu geraten.

Der Begegnungstag findet von 9 bis 18 Uhr im Treffpunkt Altstadt Dorsten, Auf der Bovenhorst 9, statt. Das gemeinsame Singen mit Janus Fröhlich ist gegen 14.30 Uhr geplant.

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