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Glück Auf: Barbarafeier in der Tisa-Stiftung

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Bonisingers nach dem Auftritt auf der Barbaramesse. Foto: Alexander Fichtner

Die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute und ein leuchtendes Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt. SIE stand im Mittelpunkt der diesjährigen Barbarafeier in der Tisa-Stiftung. Am Mittwoch, dem 4. Dezember, versammelten sich zahlreiche Gäste auf dem Gelände der Tisa von der Schulenburg-Stiftung. Es wurde der Tradition gedacht und das Vermächtnis der Bergbaukultur lebendig gehalten.

Barbara von Nikomedien, eine der 14 Nothelferinnen, wird seit Jahrhunderten bei Gefahr und Unheil angerufen. Im Mittelalter erwählten schlesische Bergleute sie zu ihrer Schutzpatronin – ein Brauch, der auch im Ruhrgebiet fest verankert ist. Am Barbaratag erhalten die Bergleute traditionell das „Barbaralicht“, ein Symbol des Schutzes und der Hoffnung. Dieser Gedanke zog sich auch durch die Veranstaltung in Dorsten.

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Beginn des Gottesdienstes. Foto: Alexander Fichtner

Die Tisa-Stiftung, benannt nach der Künstlerin und engagierten Sozialaktivistin Tisa von der Schulenburg. Die Stiftung würdigte mit der Feier nicht nur die Heilige Barbara, sondern auch die Lebensleistung und Gemeinschaft der Bergleute. Tisa bezeichnte die Kumpel oft als ihre „dunklen Brüder“. Ihre tiefe Wertschätzung für die Bergbaukultur prägte viele ihrer Werke und war zentraler Bestandteil ihres Lebenswerks.

Barbarafeier und musikalische Begleitung

Die Barbarafeier. Foto: Alexander Fichtner

Höhepunkt der Barbarafeier war demzufolge die Messe zu Ehren der Heiligen Barbara. Pfarrer August Hüsing und Diakon Thomas Pyszny leiteten die Messe. Die Bonisingers, Tisas „Lieblingsband“, sorgten für eine bewegende musikalische Begleitung. In der feierlich geschmückten Stiftungsumgebung erinnerten die liturgischen und musikalischen Elemente an die spirituelle und kulturelle Bedeutung des Barbaratags.

Die Bonisingers: Musikalisches Erbe mit unkonventionellem Charme

Die Bonisingers, die in den 1970er-Jahren gegründet wurden, verbinden Tradition und Moderne auf einzigartige Weise. Sie haben dabei die kirchliche Musikszene im Ruhrgebiet nachhaltig geprägt. Mit ihren frischen Interpretationen und unkonventionellen Auftritten haben sie über Jahrzehnte hinweg das Publikum begeistert und Kirchenmusik neu definiert.

Musikalischer Gottesdienst. Foto: Alexander Fichtner

Die Gruppe, die ihren Ursprung in der Bonifatiuskirche hat, war Teil einer kirchlichen Erneuerungsbewegung. Vom Zweiten Vatikanischen Konzil inspiriert gründete sich die Musikgruppe. Sie schufen neue Formen von Gottesdiensten, die mit Rock’n’Roll- und Gospel-Elementen die Grenzen traditioneller Liturgien sprengten. Ihre Verbindung zu bekannten Melodien, unter anderem von Udo Jürgens, sowie ihre lebhaften Auftritte in Rom und Venedig machten sie weit über die Region hinaus bekannt.

Der Empfang der Hostie. Foto: Alexander Fichtner

Trotz vieler Herausforderungen – darunter der Verlust einiger tragender Mitglieder durch Krankheit und Alter – bleiben die Bonisingers bis heute aktiv. Ihr Engagement zeigte sich dazu besonders bei der Barbarafeier, wo sie mit Leidenschaft und musikalischem Können die Herzen der Anwesenden erreichten. Ihr Auftritt unterstrich die zentrale Botschaft der Feier: die Kraft der Gemeinschaft, die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart und die unermüdliche Hoffnung, die sowohl die Heilige Barbara als auch Tisa von der Schulenburg inspiriert haben.

Vorsitzender Lambert Lütkenhorst stellt zusammen mit dem Stellv. Vorsitzenden Michael Sagenschneider den Schwibbogen vor. Foto: Alexander Fichtner

Schwibbogen erleuchtet die Vorweihnachtszeit

Kuratoriumsvorsitzender Dr. Heinz-Werner Voß mit Lambert Lütkenhorst und Michael Sagenschneider vor dem neuen Schwibbogen. Foto: Alexander Fichtner

Nach der Messe wurde der traditionelle Schwibbogen entzündet – ein besonderer Moment, der viele Herzen erwärmte. Der Schwibbogen, gefertigt von Auszubildenden der RAG und in einer aufwändigen Restaurierung wieder zum Leben erweckt, erstrahlt nun in der Vorweihnachtszeit auf dem Gelände der Tisa-Stiftung. Michael Sagenschneider, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, würdigte die symbolische Kraft dieses Lichterbogens, der die Verbindung von Bergbaugeschichte und Hoffnung in die heutige Zeit trägt.

Der Schwibbogen mit dem Förderturm im Hintergrund. Foto: Alexander Fichtner

Geselligkeit bei Glühwein bei der Barbarafeier

Der Schwibbogen. Foto: Alexander Fichtner

Bei Glühwein klang der Abend weiter gemütlich in einer warmherzigen Atmosphäre aus. Der feierliche Lichterglanz schuf eine besondere Stimmung, die Gemeinschaft und Tradition miteinander verband. Für die Teilnehmer war die Barbarafeier ein berührendes Erlebnis, das die Erinnerung an die Bergbaukultur lebendig hielt. Die Tisa Stiftung ist dafür der perfekt passende Ort.

Gemütlicher Ausklang bei Glühwein. Foto: Alexander Fichtner

Mit dieser stimmungsvollen Barbarafeier setzte die Tisa-Stiftung erneut dazu ein Zeichen für die Wertschätzung der Bergbautradition und die Verbundenheit der Menschen in der Region. Die Heilige Barbara bleibt dabei ein leuchtendes Hoffnungszeichen, das auch in dunklen Zeiten Licht bringt.

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