StartGesundheitÄnderungen am Rettungsdienst: Höhere Kosten für bessere Versorgung

Änderungen am Rettungsdienst: Höhere Kosten für bessere Versorgung

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Der Rettungsdienst der Stadt Dorsten steht vor umfassenden Änderungen. Um den gestiegenen Anforderungen an die Notfallversorgung gerecht zu werden, hat der Stadtrat neue Maßnahmen beschlossen. Diese umfassen den Ausbau von Infrastruktur und Personal sowie eine Erhöhung der Gebühren für Rettungsdiensteinsätze.

Eine der größten Herausforderungen betrifft die Infrastruktur. Der aktuelle Rettungsdienstbedarfsplan sieht mehrere Neubauten und Sanierungen vor:

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Neuer Standort am St. Elisabeth-Krankenhaus: Hier sollen ein Notarztfahrzeug (NEF), ein Rettungswagen (RTW) und ein Krankentransportwagen (KTW) stationiert werden. Die Planungen für diesen zusätzlichen Standort sind angelaufen, der genaue Zeitplan steht jedoch noch aus.

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Notfallaufnahme am St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten. Foto: Archiv / KKRN

Neue Rettungswache in Lembeck: Bereits seit 2017 geplant, kann diese Einrichtung voraussichtlich am 1. Oktober 2025 in Betrieb gehen. Die monatliche Miete von 22.600 Euro ist im Haushalt berücksichtigt. Die Rettungswache wird mit modernster Ausstattung betrieben und schafft zusätzliche Kapazitäten.

Sanierung oder Neubau der Rettungswache in Wulfen: Das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1981 entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen und weist erhebliche bauliche Mängel auf. Ein Neubau oder eine umfassende Sanierung ist derzeit in der Prüfung, ein Standort noch nicht gefunden. Diese Maßnahme wurde im November 2024 als prioritär eingestuft, mit einem geplanten Start im Jahr 2027.

Die Rettungswache in Wulfen. Foto: Stadt Dorsten

Erweiterung der Rettungsdienstkapazitäten in Dorsten

Die neuen Standorte und Wachen sollen den gestiegenen Bedarf an Rettungsdiensten decken. Geplant sind dabei folgende Änderungen:

Erhöhung der Einsatzzeiten: In Dorsten sollen zwei Krankentransportwagen (KTW) insgesamt 228 Stunden pro Woche im Einsatz sein. Damit steigt die Kapazität um 96 Stunden gegenüber der aktuellen Planung.

Zusätzliche Rettungsmittel: Neben den 24-Stunden-Betriebszeiten eines Rettungswagens und eines Krankentransportwagens am St. Elisabeth-Krankenhaus werden auch an den Wachen in Wulfen und Lembeck rund um die Uhr Rettungswagen bereitstehen.

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Rettungswagen im Einsatz nach einem Unfall. Foto: Archiv / Feuerwehr

Personalaufstockung und Ausbildung

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan sieht dabei eine deutliche Aufstockung des Personals vor. Insgesamt werden 67,52 Stellen benötigt, davon 38,56 für Notfallsanitäter. Um den Bedarf zu decken, setzt Dorsten zudem verstärkt auf interne Ausbildungen. Die Stadt investiert rund 60.000 Euro in übertarifliche Ausbildungsvergütungen, um motiviertes Personal langfristig zu binden.

Gebührenanpassungen: Vergleich alt und neu

Die umfangreichen Maßnahmen bringen Kosten mit sich, die die Stadt durch eine Erhöhung der Rettungsdienstgebühren decken will. Zum Vergleich:

Rettungswagen (RTW): bisher 663 Euro, neu 695 Euro
Notarztwagen (NEF): bisher 849 Euro, neu 1.127 Euro
Krankenwagen (KTW): bisher 235 Euro, neu 557 Euro
Kilometerpauschale (ab 60 km): bisher 3,60 Euro, neu 4,30 Euro

Die Verdopplung der KTW-Gebühr erklärt sich durch die gesteigerte Einsatzhäufigkeit und die Anpassung der Fahrzeiten. Für 2025 sind 3.500 Fahrten geplant, die unter anderem durch längere Betriebszeiten eines zusätzlichen Krankentransportwagens abgedeckt werden.

Wer übernimmt die Kosten?

Für die meisten Bürger dürfte die Gebührenerhöhung keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen haben. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Rettungsdiensteinsätze, sofern die Einsätze medizinisch notwendig sind. Die Stadt Dorsten stimmt die Gebühren zudem eng mit den Krankenkassen ab, die diese Kalkulationen prüfen und genehmigen. Allerdings kann es bei nicht medizinisch indizierten Krankentransporten oder in besonderen Fällen zu Eigenbeteiligungen kommen.

Langfristige Ziele für den Rettungsdienst

Mit den baulichen und strukturellen Neuerungen will Dorsten die Notfallversorgung nachhaltig verbessern. „Die Maßnahmen sind notwendig, um den Rettungsdienst an wachsende Anforderungen anzupassen“, betont die Stadtverwaltung. Die Bürger müssen zwar höhere Gebühren zahlen, profitieren jedoch von einer deutlich verbesserten Versorgung.

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