Die Seniorenunion (SU) in Dorsten erwägt eine Rollator-Demonstration, um gegen die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform auf die Gesundheitsversorgung in der Stadt zu protestieren.
Der Vorsitzende der SU, Lambert Lütkenhorst, machte in einem Schreiben an Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann deutlich, dass insbesondere die Schließung des Linksherzkatheter-Messplatzes (LHKM) und der Wegfall des Brustzentrums in Dorsten für viele Bürgerinnen und Bürger unverständlich und besorgniserregend seien.
Hintergrund: Reform sorgt für Verunsicherung
Lütkenhorst schildert, dass die Reform bei den Bürgern in Dorsten erhebliche Ängste ausgelöst habe. Besonders ältere Menschen sehen sich durch die Veränderungen in der Notfallversorgung gefährdet. „Die größte Flächenstadt im Kreis muss die kardiale Notfallversorgung beenden“, kritisiert Lütkenhorst und verweist darauf, dass stattdessen drei neue Kapazitäten in Recklinghausen geschaffen werden sollen. Für viele sei dies ein Schritt, der an der Lebensrealität vorbeigehe, insbesondere angesichts der Mobilitätseinschränkungen älterer Menschen.

Kritik und Verständnis
Die SU Dorsten zeigt zwar Verständnis für die Notwendigkeit, kleinere Krankenhäuser auf spezialisierte Leistungen zu fokussieren. Jedoch wird die Schließung der LHKM als „lebensbedrohlich“ bezeichnet. Lütkenhorst betont, dass eine solche Reform für die Menschen in Dorsten nicht hinnehmbar sei. Dies spiegelt sich auch in den Reaktionen der Bürger wider, die ihre Sorgen bei Info-Ständen und in persönlichen Gesprächen äußerten.
Proteste und politische Forderungen
Angesichts der breiten Ablehnung in der Bevölkerung plant die SU Dorsten zusammen mit der CDU und weiteren Unterstützern, eine Rollator-Demo vor dem Ministerium in Düsseldorf zu organisieren. „Die CDU in Dorsten, unser Bürgermeister und der Stadtrat erklären offen ihr Unverständnis über diese Vorgehensweise“, schreibt Lütkenhorst. Zudem soll die nächste Fraktionssitzung der CDU direkt im Krankenhaus stattfinden, um ein Zeichen zu setzen.
Appell an den Minister
Abschließend appelliert Lütkenhorst an Minister Laumann, die geplanten Maßnahmen zu überdenken und den Dialog mit der Dorstener Bevölkerung zu suchen. „Medizin ist für die Menschen da“, lautet sein zentraler Appell.




























