Trotz Regen und grauem Himmel war Dorsten heute Schauplatz eines besonderen Moments: Die finnischen Teilnehmer des internationalen Charity-Radsportprojekts Team Rynkeby machten auf ihrer langen Reise nach Paris Station in der Stadt. Mit gelben Trikots, guter Laune und einem gemeinsamen Ziel vor Augen – Spenden für schwer kranke Kinder zu sammeln – fuhren sie durch die Straßen Dorstens und ernteten anerkennende Blicke und Applaus.
Das Projekt Team Rynkeby wurde 2002 in Dänemark ins Leben gerufen. Was damals mit elf Hobbyradlern begann, ist heute Europas größtes wohltätiges Radsportevent. Über 2.000 Fahrer sowie rund 500 Freiwillige aus acht Ländern – darunter Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island, Deutschland, die Färöer-Inseln und die Schweiz – treten jedes Jahr in die Pedale, um Spenden für Kinder mit schweren Krankheiten zu sammeln.
Ein starkes Zeichen kam heute aus dem Norden: Das finnische Team aus Helsinki, das derzeit durch Deutschland radelt, ließ sich auch vom nassen Wetter nicht ausbremsen. Mit Ausdauer, Teamgeist und viel Herz bewegten die 33 Sportler nicht nur ihre Räder, sondern auch die Herzen der Menschen in Dorsten. Abgesichert wurden sie dabei von Begleitfahrzeugen, die von einer finnischen Mietwagenfirma zur Verfügung gestellt worden waren.
Gestartet war das Team an diesem Tag übrigens in Osnabrück, um nach knapp 160 Kilometern im Sattel am Abend in der Nähe von Moers Rast zu machen.
Auch Dorstenerin Sabine Sellin fährt nach Paris
Auch wenn die finnische Gruppe heute im Mittelpunkt stand, ist die Region mit dem Projekt eng verbunden. Bereits zwei Tage zuvor startete die Dorstenerin Sabine Sellin mit dem deutschen Team Rynkeby Rhein-Ruhr ihre Fahrt nach Paris. Nach intensiver Vorbereitung und 2.500 Trainingskilometern war sie bereit – doch ein Diebstahl stellte alles infrage: Ihr speziell angefertigtes Rennrad wurde im März gestohlen. Dennoch hielt sie an ihrem Ziel fest, blickte nach vorne und stieg erneut aufs Rad. Am 6. Juli ging es für sie und ihr Team los – am 12. Juli wollen alle Teams sternenförmig in Paris eintreffen.
Unter dem Motto „We are social“ verbinden die Teilnehmer sportliche Herausforderung mit sozialem Engagement. Die gesammelten Spenden kommen in Deutschland der Deutschen Kinderkrebsstiftung zugute. Seit Gründung des Projekts wurden europaweit mehr als 100 Millionen Euro für schwer kranke Kinder gesammelt.
Die Besonderheit: Alle Teilnehmenden tragen ihre Kosten selbst – von der Ausrüstung bis zur Unterkunft. Die zentrale Organisation wird durch Sponsorengelder getragen. So fließt der Großteil der Spenden direkt in die Hilfsprojekte.
Dorsten erlebte heute nicht nur eine sportliche Etappe, sondern ein Stück europäische Solidarität auf zwei Rädern. Danke, Team Rynkeby Helsinki – und gute Fahrt auf dem Weg nach Paris!




























