Nach zehn Monaten Vakanz hat die städtische Jugendeinrichtung Das Leo in Dorsten-Hervest wieder eine Leitung: Swantje Bärenfänger ist die neue Verantwortliche. Die 37-Jährige bringt langjährige Erfahrung aus der pädagogischen Arbeit mit – und viele neue Ideen für die offene Kinder- und Jugendarbeit.
Swantje Bärenfänger wurde in Düren geboren und wuchs in Heinsberg auf. Nach der Ausbildung zur Erzieherin studierte sie Soziale Arbeit. Anschließend übernahm sie die Leitung einer Kindertagesstätte in Würselen bei Aachen. Später baute sie eine neue Kita in Moers mit auf. Dort arbeitete sie eng mit einem soziokulturellen Zentrum zusammen – eine Erfahrung, die sie auch im Leo einbringen möchte.
Der Liebe wegen zog sie nach Dorsten und lebt seit einem Jahr im Stadtteil Hardt – nicht weit entfernt vom Jugendzentrum „Treffpunkt Altstadt“. Ihre Eindrücke von der neuen Heimat? „Dorsten hat viel Industriekultur und ein gutes Aktionsangebot. Die Akteure in der Umgebung sind gut vernetzt.“

Neue Schwerpunkte für Das Leo
Im Leo möchte Bärenfänger auf den bestehenden Strukturen aufbauen. Ein zentrales Thema ist für sie Nachhaltigkeit – etwa durch kreative Upcycling-Projekte. Zudem will sie die Präsenz in der Öffentlichkeit steigern: „Viele wissen gar nicht, was das Leo alles macht – und was es kann.“ Auch neue ehrenamtlich Engagierte möchte sie gewinnen, die sich mit Ideen oder Angeboten einbringen. „Ich bin ein kreativer Mensch und freue mich auf Workshops mit den Kindern“, sagt sie.
Das Team ist wieder komplett
Nach dem Wechsel der bisherigen Leiterin Jacky Möller zur Gleichstellungsstelle der Stadt war das Leo zehn Monate ohne Leitung. Mit Bärenfängers Einstieg ist das Team wieder komplett: Zusammen mit den beiden festen Mitarbeitern Jana Efing (Sozialarbeiterin) und Tobias Fimpler (Sozialpädagoge) kann die Einrichtung wieder in den gewohnten Rhythmus starten. Die regulären Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, 14 bis 20 Uhr, gelten ab sofort wieder.

„Gerade für die offene Kinder- und Jugendarbeit ist das essenziell“, betonen auch Tobias Fimpler und Jana Efing. Viele Kinder und Jugendliche hätten lange Schultage, Vereinsverpflichtungen oder Aufgaben zu Hause. „Bei kürzeren Öffnungszeiten bleibt kaum Zeit, um sich hier zu treffen und auszutauschen.“
Ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche
Rund 20 Kinder besuchen das Leo regelmäßig. An besonderen Tagen sind es sogar bis zu 60. In Zukunft soll das Angebot für Jugendliche weiter ausgebaut werden – auch in enger Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort.
Doch die Herausforderungen bleiben. „Corona hat immer noch seine Spuren hinterlassen“, sagt Tobias Fimpler. Der Beziehungsaufbau sei in der offenen Jugendarbeit schwieriger geworden. Umso wichtiger ist es dem Team, den Kindern und Jugendlichen im Leo einen sicheren Ort zu bieten. Die Botschaft ist klar: „Wenn du Probleme hast – komm ins Leo.“ Ob schulische oder private Sorgen – hier wird zugehört und unterstützt, betont Swantje Bärenfänger.
Engagement willkommen
Neben den Angeboten für junge Menschen möchte das Leo künftig auch Erwachsene ansprechen – zum Beispiel für ehrenamtliche Unterstützung oder für Kursangebote. Wer Materialreste wie Holz oder Bastelutensilien spenden kann, ist ebenfalls willkommen. Das Leo ist täglich von 9 bis 20 Uhr durchgehend besetzt – ein Besuch lohnt sich immer.




























