StartFreizeitKulturMitreden! Eine Leitlinie für die Bürgerkommune Dorsten

Mitreden! Eine Leitlinie für die Bürgerkommune Dorsten

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„Bürgerengagement, Ehrenamt und Bürgerbeteiligung sind Ausdruck einer modernen Demokratie, in der alle Instanzen aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft das Gemeinwesen in Kooperation zusammen gestalten. In Dorsten erfolgt dies unter dem Begriff der Bürgerkommune.“ So zu lesen auf der Webseite der Stadt Dorsten.

Zur Ausgestaltung der Bürgerkommune und zur konkreten Förderung des demokratischen Miteinanders erarbeiten 30 Dorstenerinnen und Dorstener gemeinsam die „Leitlinie für die Bürgerbeteiligung Dorsten“. „Wir haben uns ein Jahr Zeit gegeben, diese Leitlinie verständlich, in bürgernaher Sprache und im angemessenen Umfang zu erstellen“, berichtet mir Joachim Thiehoff, Leiter des Büros für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport. Mit seinem Kollegen Lars Ernst ist er Ansprechpartner für die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Dorsten.

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Bürgerkommune Dorsten
Die Aktiven der Bürgerkommune Dorsten. Foto: privat

„Das Ziel dieser Leitlinien ist es, Strukturen zu schaffen, die die Kommune stärken und fördern. Dazu werden wir verschiedene Standards, Kommunikationswege und Möglichkeiten der Umsetzung aufzeigen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Strukturen der Bürgerkommune langfristig als Grundlage unabhängig von Zeit und Ort wirken können“, fährt Joachim Thiehoff fort.

Vielschichtig und facettenreich

In der öffentlich ausgeschriebenen Arbeitsgruppe „Leitlinie“ sind 30 Personen zu gleichen Teilen aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft vertreten. Dorstener Bürger wurden nach Eingang ihrer Bewerbung nach Alter und Geschlecht für die Mitgliedschaft ausgelost. Die politischen Vertreter wurden durch die Anzahl der Ratsmandate bestimmt, in den jeweiligen Dezernaten erfolgte die Auswahl nach fachlichen Kriterien.

Dagmar Lachs
Dagmar Lachs. Foto: Christian Sklenak

Alle drei Gruppen gestalten die Stadtgesellschaft und das Leben in ihr. So ist die Arbeitsgemeinschaft ebenso vielschichtig wie es auch die Gesellschaft ist: facettenreich wie das echte Leben. Dagmar Lachs aus der Bürgerschaft ist eines der gleichberechtigten Mitglieder der Gruppe. „Ich war schon immer am Ehrenamt interessiert und hier habe ich die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, was Dorsten ausmacht. Durch die unterschiedlichen Teilnehmer haben wir ein breites Spektrum an Ideen und Wissen und verstehen so auch komplexe Hintergründe.“

Gemeinsamer Wunsch für ein lebendiges gesellschaftliches Leben

Die Aktiven in der Arbeitsgruppe kannten sich größtenteils vorher untereinander nicht. „Aber durch unsere gemeinsame Grundlage und den Willen, etwas bewegen zu wollen, kommen wir schnell auf konkrete Ergebnisse“, sind sich Dagmar Lachs und Frank Hesse einig. Frank Hesse, ebenfalls Mitglied aus der Bürgerschaft, engagiert sich für die Zukunft der Stadt und damit auch für die der jüngeren Bewohner. „Ich bringe mich gerne mit Zeit und Engagement in die Gruppe ein, um ein lebendiges, gesellschaftliches Leben zu fördern. Eine Kurzfassung unserer erstellten Leitlinie könnte beispielsweise in Schulen das Bewusstsein für Umwelt und Zukunft sowie für das Ehrenamt wecken.“

Frank Hesse
Frank Hesse. Foto: Christian Sklenak

Seit Januar des Jahres treffen sich die Mitglieder alle vier Wochen und veröffentlichen ihr Ergebnis zeitnah online. Parallel dazu finden Gespräche mit Kollegen der Verwaltung, mit Freunden, innerhalb der Familie oder auf Stadtteilkonferenzen statt. „Diese Rückmeldungen sind uns sehr wichtig und fließen mit in die Leitlinie ein, die wir dadurch laufend aktualisieren“, betont Joachim Thiehoff.

Auf dieser Webseite haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, die Entwicklung zu kommentieren. Das bunte und vielfältige Engagement der Bürgerschaft prägt unsere Stadt und macht sie so lebendig und lebenswert. Ich lade Sie herzlich ein, sich weiterhin oder neuerdings für unsere Stadt einzusetzen und die hier beschriebenen Möglichkeiten zu entdecken“, wendet sich unser Bürgermeister Tobias Stockhoff direkt an alle Dorstenerinnen und Dorstener.

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